Epicsurf Spotreport

Spanien

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Written by: Michael Ganteför, Oliver Nolden and the Epicsurf Community

copyright: epicsurf.de 2017

for private use only






 Spanien

Spanien hat wohl mit das vielfältigste Angebot an Surfspots in Europa. High Quality Beachbreaks, heftige Riffe, Bigwave Spots, fette Flussmündungen und lange Points an der Atlantikküste und am Mittelmeer. Je nachdem wo man sich befindet, sollte man auch im Sommer einen 3-2er Neo im Gepäck haben.


Galizien
Die beste Zeit um einen guten Surf am Atlantik abzustauben ist zwischen September und November. Dann rollen die fetten Sets der Herbstürme auf die Küste und lassen die Spots im wahrsten Sinne des Wortes brüllen. Dabei sind die Temperaturen ebenfalls noch ganz akzeptabel. Die spanischen Locals sind meist nicht so schlimm wie immer behauptet, man sollte die Jungs aber an einigen Spots nicht unbedingt provozieren.

Früher war die Wasserverschmutzung ein großes Problem in Spanien. Dank neuer Kläranlagen und einem verbesserten Umweltbewusstsein hat sich die Qualität des Wassers jedoch erheblich verbessert. An einigen Stellen, gerade an Flussmündungen, sollte man aber trotzdem nicht zuviel von dem Wasser schlucken. Je nachdem wie der Wind steht, könnte es auch schon einmal vorkommen, daß einiges an Plastik-Müll angeschwemmt wird.


 Balearen

Malle, der Deutschen liebste Insel, wird in Surferkreisen nicht gerade sehr hoch gehandelt. Nichtsdestotrotz hat es es hier zum Teil recht ordentliche Wellen. Schaut man sich einmal die geographische Lage Mallorcas an, stellt man fest, dass es günstig unterhalb des Golf du Lion liegt. Wer sich auskennt, der weiss, dass hier der Mistral das Rhonetal runter bläst.

Dieser Nordwind gehört zu den stärksten Europas und ist im Winterhalbjahr anzutreffen. Das Angenehme für Mallorca ist, dass dem Wind meistens noch in französischen Gewässern die Puste ausgeht. Die Konsequenz für Malle: Kein Wind und Nordswell! De puta madre! Aufgrund der Insellage hat man aber auch für alle anderen Windrichtungen einen Spot. Die vorherrschenden Winden sind Nord, Nordost und Südwest.

Versteht mich nicht falsch: Mallorca ist jetzt nicht gerade eine Location, wo man seinen Jahres-Surfurlaub verbringen sollte. Dafür sind die Bedingungen einfach nicht konstant genug.

Für einen billigen last minute Trip über ein Wochenende lohnt es sich aber allemal. Gerade die Münchner Surfer, die für zwei Tage 4 Stunden lang runter nach Varazze/Italien juckeln, könnten ebenso gut mal die Dienste von Air Berlin in Angriff nehmen. Vorraussetzung: Vorhersage im Internet einholen! Und falls es mit den Wellen nicht klappen sollte, hat man immer noch ein Toprevier zum Biken, Seakayaken, Klettern, Canyoning, Caven und Feiern.

Surf: meist zwischen 1-5 Fuss hoch, manchmal auch höher (von vorne) Mushy Strandwellen - anspruchsvolle, felsige Breaks mit knietiefen Wasser und hohlen Wellen

Beste Bretter: Fishs + voluminöse Shortboards, bzw. alles was Auftrieb bietet.

Beste Reisezeit: Nov-März

www.surfmediterraneo.com (viele pics)
www.mallorcaviento.com
www.totalwind.net
www.sport-und-mallorca.de






Viele Grüsse von der Insel

Matthias

www.palmapix.com


Die besten Spots der Insel liegen in der Bucht von Alcudia.

Im südlichen Teil dieser Bucht liegen einige sehr gute Pointbreaks mit Felsuntergrund. Der Spot der wohl am häufigsten bricht ist die Cala Mezquida, ebenfalls an der Nordostküste gelegen.


 Andalucia

Costa de la Luz

Die
Costa de la Luz in Andalusien gehört zu einer der wärmsten und trockensten Regionen Europas. Über 3000 Sonnenstunden im Jahr und milde Temperaturen sorgen hier für ein perfektes Klima. Diese Seite Andalusiens ist vom Massentourismus noch unberührt. Wegen der überwiegend naturbelassenen, hügeligen Landschaft, der Berge und zahlreicher bekannter, historischer Städte zählt Andalusien zu einer der schönsten und interessantesten Gegenden Europas.


Blick vom A-Frame Camp


Der Surf

Die Wellen im Süden Spaniens sind noch immer nicht angekommen auf der Landkarte vieler Surfer. Dabei gibt es von Oktober bis Mai exzellente Bedingungen.

Es gibt viele gute Beach-Breaks, aber auch Point-Breaks mit langen Wellen und Reef-Breaks für Anfänger bis Fortgeschrittene. So gut wie keine Problem mit den freundlichen Locals.
Das alles ohne dass es zu voll wird und bei Wassertemperaturen um 20 Grad im Oktober und minimal 16 Grad im Januar/Februar. Ein 32er Neo reicht völlig aus.

Der Spotreport wurde uns vom A-Frame Surfcamp zur Verfügung gestellt.


 1) Cadiz City Area

Viele Beachbreaks. Direkt in der City an der alten Stadtmauer zwischen zwei Molen liegt der meist gesurfte Strand in Cadiz. Wellen generell kleiner als El Palmar Gegend, aber auch weniger Wind als im Süden

 2) Chiclana

La Barrosa/Sancti Petri ist ein langer Beachbreak mit nicht der besten Wellen-Qualität. Aber viel Platz und den ein oder andere Secret-Spot. Außerhalb der Hauptsasion findet man hier bestimmt eine gute Sandbank nur für sich.

 3) Roche

Ein echter high quality Spot. Dementsprechend auch wieder mehr Locals. Es gab Geschichten, auch in spanischen Surf Mags, über Schlägereien hier. Aber geiler Beachbreak mit Schutz vor Levante-Wind. Sehr Swell konsistent.

 4) Conil

Langer Beachbreak mit nicht gerade berühmter Qualität. Aber es gibt kleinere Buchten und Strandabschnitte die das Abchecken wert sind. Der Norden, Fuente de Gallo, ist gegen den ständigen Wind ein wenig geschützter als der Rest des Strandes. Auch wenn Chiclana oder Roche zerblasen ist, kann es sich lohnen hier mal vorbei zu sehen.

 5) El Palmar

Der beste Beachbreak Andalusiens. Dementsprechend voll am Wochenende. Aber es gibt viele Peaks, so dass genug Wellen für jeden da sind. Sehr Swell konsistent. Ein paar Steine im Wasser. Hält Wellen bis über 3 Meter.

 6) Canos de Meca

Left:
Klassischer Reef-Break.
Flaches Wasser. Lange steile Linke. Läuft bei Low-tide.
Hier wird es voller im Wasser und der Take-Off Spot ist klein. Offshore bei Norwind.


Break: Right
Untergrund: Riff
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Anfänger bis Intermediate


Right:
Sehr entspannte Welle. Meistens perfekt für das Longboard. Bei größerem Swell wir die Welle aber auch steiler. Tiefes Wasser über dem Riff.


 7) Barbate

Flussmündung. Linke Welle die bei größerem Swell lange tube rides möglich macht. Sonst eine entspannte Welle. Sehr ähnlich zu Rodiles in Asturien.

 8) Barbate bis Zahara

Endloser Beachbreak mit endlos vielen Peaks. Unterbrochen nur von einer Militär Zone.

Nicht die beste Wellen Qualität. Aber man ist alleine.


 9) Tarifa Area

Viele Beachbreaks, aber auch Reefs. Alles sehr nah an der Strasse gelegen. Easy zu checken. Swell kleiner und meistens windiger als im Norden.

 Pais Vasco

Diese Gegend gehört größtenteils zum Baskenland (Euskadi). Man sollte sich durch Schilder, die darauf hinweisen daß man sich nicht in Spanien befindet, nicht arg verwirren lassen. Auf jeden Fall gibt es hier einige sehr gute und auch international bekannte Wellen. Das Level der Surfer ist verdammt hoch und man sollte gerade hier die Locals respektieren, wie man so schön sagt.


Menakoz im Sommer - ein leichtes Kräuseln.
Der Surf

Spots wie Mundaka und Menakos sprechen eigentlich für sich. Die Qualität der Wellen und die Größe können hier beängstigte Ausmaße annehmen. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer bei etwa 18°C und fallen im Winter auf etwa 11 °C.



 1) San Sebastian



Break: Shifting
Peaks/Left
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Anfänger


Die Strände in San Sebastian heißen La Concha/Ondarreta. Die Spots laufen auch dann, wenn die Strände rings um San Sebastian closeout sind. In Ondarreta können ein paar schöne Lefts laufen. Da es Stadtstrände sind kann es hier voll im Wasser werden.

 2) Zarautz



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Ein lang gestreckter Stadt-Sandstrand mit mehreren Sandbänken. Kann auch etwas größeren Swell halten. Der Level der Locals ist sehr hoch. Parken kann man in der Nähe des Strandes, es gibt mehrere Surfshops an der Hauptstrasse und an der Promenade. Daneben gibt es noch einen kleinen Skatepark auf der Promenade.

 3) Orrua



Break: Rechte
Untergrund:
Felsen
Crowdfaktor: 4-5
Schwierigkeit: Bigwave Pro


Ein Bigwave-Spot, der über einem gnadenlosen Felsen bricht. Dieser Spot soll einen Swell von 6m ohne Probleme halten können.

 4) Mundaka


Break: Linke
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 9-10
Schwierigkeit: sehr Fortgeschritten/Pro
Google Earth: 43°24'35.54"N, 2°41'45.34"W


Europas längste und wohl hohlste Left liegt direkt in der Flussmündung bei Mundaka. Läuft nur bei größerem Swell (5Fuss+), best zwischen Mid- & Lowtide. Kaum zu glauben, aber der Untergrund besteht aus Sand (naja, wenn auch wohl mit etwas höherem Lehmgehalt)!!! Von der Kirche am Hafen hat man einen perfekten Blick auf die Welle. Gerade im Bereich des Hafens hat Mundaka enge Gassen die zudem noch oft zugeparkt sind. Am besten parkt man an einem Aussichtspunkt nach Mundaka an der Hauptstraße. Von hier läuft man in 5 min zum Hafen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Flussmündung gibt es noch einen Beachbreak. Wenn es hier richtig rappelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, ein paar echte Pros beim schlitzen zu sehen.

 5) Bakio


Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten
Google Earth: 43°25'53.15"N, 2°48'23.70"W


Hier bricht eine schöne Rechte direkt vor einer kleinen Flussmündung (Bach). Falls die Welle zu voll sein sollte geht man einfach auf die andere Seite der Felsen, dort sind meist weniger Surfer und es sind auch noch ganz anständige Wellen. Aber auch die Mitte und das Westende der Bucht bieten ein paar anständige Wellen über sandigen Untergrund. Übernachten kann man direkt auf dem großen Parkplatz am Ortseingang, nicht zu verfehlen. Toiletten und Duschen gibt es am Strand. Ähnlich wie in Zarautz sind die Localsurfer hier verdammt gut. Einen ganzen Skatepark gibt es am Westende der Stadt.

 6) Menakos


Break: Rechte
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Fortgeschritten/Pro
Google Earth: 43°23'50.74"N, 2°59'12.23"W


Direkt nördlich von Bilbao. Zwischen Sopelana und Plentzia zum Strand abbiegen. Der Parkplatz ist schon von der Straße aus zu sehen. Vom Parkplatz geht ein Pfad runter in die kleine steile Felsbucht mit Steinstrand. Die Welle bricht am östlichen Rand der Bucht, allerdings nur bei echt heftigem Swell. Genau dort befindet sich ein ziemlich fieses Riff unter der Wasseroberfläche (Spitze Felsen). Wasserqualität ist nicht so toll (wegen Nähe zu Bilbao). Einer der heftigsten Bigwave-Spots in Europa.

Wegen seiner qualitativ hochwertigen Wellen (die in beide Richtungen laufen) ist der Spot auch bekannt unter dem Namen "the spanish A".

 7) Sopelana


Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten
Google Earth: 43°23'18.99"N, 2°59'57.58"W


Ein sehr langer Sandstrand mit vielen guten Sandbänken. Diese halten auch schon mal größere Wellen aus. Ebenso gibt es hier Sandbänke für jeden Gezeitenstand. Aufgrund der Nähe zu Bilbao kann die Qualität des Wassers schonmal etwas beeinträchtigt sein.


Los Locos
 Cantabria

Cantabrien ist wohl für uns Surfer nicht die bekannteste Gegend. Aber auch hier gibt es ein paar exzellente Wellen. Viele dieser Wellen sind noch nicht so von den Crowds betroffen wie jene im Baskenland oder in Galizien, aber es werden auch hier jedes Jahr mehr Surfer.


 1) Beirra



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 6-7
Schwierigkeit: Anfänger


Sandstrand, surfbar bei allen Tides. Kurz vor Santona am Knast (oder etwas ähnlichem) links abbiegen und die Strasse bis zum Ende fahren.

 2) Noja (Playa de Ris)



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 7-8
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Eigentlich eine Bucht, ist aber durch einen großen Felsen in der Mitte geteilt. In der östlichen Bucht bricht vor dem kleinen Felsen eine gute Linke, best bei Midtide. Ansonsten haben beide Buchten verschiedene Sandbänke. Durch die Halbinsel Noja ist die Bucht leider relativ vor NW-Swell geschützt. Da Noja ein kleiner Party-Ort ist, kann es auf dem Wasser schon mal etwas voller werden.

 3) Playa de Canal



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 5
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Liegt kurz vor Playa Langre. Am rechten Ende der kleinen Bucht bricht eine heftige Rechte über einem Riff.

 4) Playa Langre



Break: Links/Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 4
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Große Sandbucht. Gut windgeschützt durch hohe Klippen. In der Mitte der Bucht bricht eine lange Left über Sanduntergrund. Kurz vor dem Nacktbadestrand bricht noch eine Left direkt vor und über ein paar Felsen. Vorsicht je nach Tide und Wellenhöhe, vorher checken. Parken kann man easy oberhalb der Klippen. Crowds im Lineup sind hier wohl nicht zu befürchten.

 5) Liencres

Break: Linke/Rechte
Untergrund:
Sand/Fels
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Hier gibt es gleich mehrere Spots in der Gegend. Zum einen schönen Break mit Sanduntergrund ein paar nette Reefbreaks an denen Linke und Rechte brechen. Durch die W / NW Aussichtung bekommen die Breaks viel Swell ab.

 6) Concha



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Ein Stadtstrand, der aber nicht so gut besucht ist wie Los Locos wegen dem Hafen und der Flussmündung direkt neben an. Hier lohnt es sich vorbei zu schauen wenn Los Locos zerblasen ist.

 7) Los Locos



Break: Rechte/Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 9-10
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Die Verrückten, der Strand heißt wirklich so und ist der Stadtstrand von Suances. Bricht meist über Sand, es können aber auch ein paar kleine Steine dazwischen sein. Die Wellen gehören mit zu den besten der Gegend, es kann sehr schnell, hohl und steil werden, gerade bei ablaufendem Wasser. Bei etwas größeren Wellen kann am Ostende eine heftiger rechter Point laufen. Beide Wellen sind eher etwas für fortgeschrittene Surfer. Bei Hightide kann der ganze Strand verschwinden, und es braucht dann auch einen etwas größeren Swell damit es noch bricht. Durch die hohen Felswände ist der Spot gut gegen Wind geschützt. Da es ein Stadtstrand ist kann es zu extremen Crowds kommen.

 8) Playa de Oyambre



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 4-6
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Zwischen San Vincente und Comilas gelegene große und flache Bucht mit einer kleinen Flussmündung am östlichen Ende. Direkt hinter der Düne befindet sich ein großes Sumpfgebiet mit bizarr aussehenden abgestorbenen Bäumen. Außerdem gibt es eine große seichte Lagune, sehr schön zum baden. Bei kleinem Swell ist das östliche Ende der Bucht am besten, bei größeren Swells das westliche. Parkplatz direkt am Strand. Naturschutzgebiet.

 9) Playa de Gerra



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 4
Schwierigkeit: Anfänger


Direkt westlich vom Cabo Oyambre. Wenn die Wellen in Playa de Oyambre zu klein sind sollte man hier gucken. Parkplatz direkt oberhalb vom Spot.

 Asturien

Asturien ist wie Cantabrien an vielen Spots noch nicht so überlaufen wie das Baskenland oder Galizien. Wer abseits der bekannten Wege eine Bucht sucht, kann hier immer noch perfekte Wellen für sich allein haben. Aber wie in Cantabrien, werden es auch hier von Jahr zu Jahr mehr Surfer.


Playa de Cueva

 1) Rodiles



Break: Left/Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 8
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Dieser Spot hat einfach alles: Eine Flussmündung mit einer hohlen, krassen Left und einen Beachbreak der bei allen Tides die passenden Sandbänke bietet. Das hat natürlich seinen Preis - allein wird man den Spot bei guten Bedingungen kaum surfen.

 2) Gijon (Playa Lorenzo)

Ist wie jeder Stadtstrand gut besucht. Der Untergrund besteht aus Sand und Felsen, es ist also Vorsicht geboten. Bei Lowtide soll es eine gute Right geben.

 3) Playa de Cueva

Zwischen Cabo Busto und Luarca. Man erreicht den Spot über einen verdammt schmalen und steilen, ca. 2km langen Feldweg, der oberhalb der Bucht Richtung Meer abbiegt (ausgeschildert). Unten findet man eine kleine Bar und einen großen, buckeligen Parkplatz. Am östlichen Ende der Bucht ist auch hier eine kleine Flussmündung. Der Strand selber ist Sandig, allerdings wird er bei hohem Wasserstand komplett von Wasser überdeckt, und es bleibt nur ein schmaler Streifen Geröllstrand übrig. Ziemlich weit abgelegen, mit allen resultierenden Vor- und Nachteilen.

 4) ) Playa de Otur

Direkt in der kleinen Ortschaft Otur (westlich von Luarca) führt eine kleine geteerte Straße in Richtung Strand. Nach ca. 2km gelangt man in eine kleine, steile Felsbucht mit dunklem Sand. Der Untergrund ist zumeist Sandig. Am östlichen Rand der Bucht sind einige Felsen im Wasser, die bei hohem Wasserstand nicht zu sehen sind.

 Galizien

Der Surf
Galizien
ist die swellbeständigsten Region Spaniens, da es genau am der nordwestlichen Ecke Spaniens liegt wo die Nordküste zur Westküste wird. Deshalb gibt es hier für fast jede Swellrichtung, die aus dem Atlantik an die Küste schwappt, einen geeigneten Spot. Aber man muss auch mit einigen Crowds und kaltem Wasser (auch im Sommer) rechnen.


Big Day in Baleo
Allgemeines
Vom Sonnenschein ist diese Gegend nicht gerade verwöhnt. An der Nordküste kann es auf Grund der Berge öfters regnen. Durch das etwas feuchte Klima hier gibt es nicht nur üppiges Grün, sonder meist auch Schwärme von Mücken die bei Dämmerung nix besseres zu tun haben, als sich über Surfer herzumachen.


 1) Foz

Die Gegend um Foz hat einige gute Spots zu bieten. Zu erwähnen wäre da eine Flussmündung und ein perfekter A-Frame, beide brechen über Fels. Ach ja, die müsst ihr selber suchen. :-)

 2) Praia do Baleo

Nachbarstrand von Pantin. Neuerdings auch mit ausgebautem Parkplatz und Duschen. Die Bucht ist lang und schmal, daher windgeschützt. Bei großem Swell bricht am östlichen Rand der Bucht eine fette Right mit Monster-Tubes!

 3) Pantin

Wohl die Welle Galiziens - eine Rechtswelle. Es gibt Tage da bricht sie sogar besser als die (kurze)Linke, dafür surft man aber direkt auf die Felsen zu. Hinter dem Felsen gibt es einen Channel, selbst bei großen Wellen zieht einen die Strömung mit trockenen Haaren ins Lineup. Läuft am besten bei Midtide. Im mittleren Teil der Bucht liegt noch eine Sandbank die auch eine hervorragende Welle produziert. Übernachten kann man hier am besten hinter dem Lifeguard-Haus. Toiletten und Duschen gibt es am Strand - und sogar ein Surferdenkmal. Crowds sind hier vorprogrammiert.
An diesem Spot findet jedes Jahr ein WQS Contest statt.


 4) Valdovino

Ein langer Sandstrand mit mehreren Breaks. Teils Sand, Teils Fels. Wenn alle umliegenden Spots zerblasen sind sollte man auf jeden Fall das Westende der Bucht checken. Die Zufahrt dazu befindet sich hinter der Ortseinfahrt nach Meiraz. Dem Abzweig Praia do Christina folgen, bis er zur Dirtroad wird, dann nach ca 400-500m rechts ab und schon steht man auf einem Parkplatz auf einem Hügel von dem aus man den Spot gut sehen kann. Bei den Felsen geht eine Strömung raus. Vorsicht bei größeren Wellen. Auch bei Hightide ist Vorsicht geboten, da man teilweise über das Gerippe eines alten Bootes surft, da die Welle neben einer langen Right dann auch eine nette Left produziert. Bei Mid- bis Lowtide läuft meist nur die Right. An Tagen wo alles zerblasen ist, kann es Nachmittags hier zu echten Crowds kommen. An diesem Spot gibt es noch eine gemauerte Frischwasserquelle. In Valdovino selbst gibt es zwei Campingplätze.

 5) Praia do Rio

Westlich von Valdovino. Kleine Bucht. Bei großem Swell und stürmischer See bricht in der windgeschützten Bucht eine sehr schöne Linke. Tuby!

 6) Campelo

Eine kleine steile windgeschützte Bucht, hier bricht es meist noch höher als in Pantin. Am besten surfbar bei Mid- bis Lowtide, für Hightide braucht es schon einen anständigen Swell. Es gibt hier eine Dusche direkt aus dem Berg und man kann hier auch gut Übernachten.

 7) San Jorge

Eine große Bucht. Wenn hier nichts bricht, bricht es nirgendwo. Im mittleren Teil der Bucht, bei den Felsen, gibt es eine linke Welle die verdammt steil und schnell ist. Bei starkem Wind finden sich hier auch schonmal Windsurfer ein.

 8) Doninos

Wieder einer größere Sandbucht, die mit zu den populärsten Surfspots in der Region gehört.

 9) Riazor / Orza

Dieser Spot liegt mitten in der Stadt A Coruna. Beachbreak. Da der Spot mitten in der Stadt liegt kann es hier voll werden. Auch hier gibt es ein Surfer-Denkmal. Verdammt sind wir beliebt... ;-)

 10) Nemina

Bei Cabo Turinan. Flussmündung und Bucht mit Beachbreak. Im Südende der Bucht liegt die Flussmündung - neben einem Felsen wo eine Linke bricht. In der Mitte und im Nordteil der Bucht sind ein paar gute Sandbänke. Da die Bucht nicht so leicht zu finden ist braucht man hier keine Angst vor Crowds zu haben. Die Bucht ist gut geschützt gegen Wind aus dem Norden. Wenn der Nordswell überall zu groß ist sollte man hier vorbeischauen. Erreichbar ist die Flussmündung am besten über den Ort Lires, dort über den Fluß, am Friedhof vorbei und dann ca. 500m eine sehr schmale Straße entlang. Erwähnenswert ist noch der eventuelle Gestank einer Fischzucht bei der letzten Biegung des Flusses. Südlich von der Flussmündung soll es noch ein Riff geben.

 11) Praia de Rostro

Sehr abgelegener Strand an der Nordküste von Cabo Finisterre. Nördlich von Cabo Finisterre in eine kleine Straße abbiegen (Ausgeschildert), dann geht es einige Kilometer geradeaus Richtung Norden. Irgendwann wandelt sich die Straße zu einem steinigen Feldweg. Diesen noch mal ca. einen halben km weiterfahren. Nach einiger Zeit links abbiegen. Wenn der Swell von Nord oder Nordwest kommt, ist dieser Ort die richtige Wahl.

 12) Lanzada

Große Sandbucht in der Nähe vom Touristenort Sanxenxo. Braucht schon einen größeren Swell aus NW oder S um gut zu laufen, da im Norden eine große Landzunge und im SW die Insel "Isla de Ons" dem Swell den Weg versperrt. Am besten ist es hier zwischen Mid- und Highttide. Direkt am Südende gibt es noch eine kleine Halbinsel und dahinter noch eine kleine Sandbucht. Hier gibt es eine sehr schöne Right direkt neben den Felsen der Halbinsel sowie eine Sandbank, welche öfter laufen als Lanzada selbst. Beide Buchten sind gut von der Strasse aus zu sehen. Bei schönem Wetter können viele Schwimmer im Wasser sein.


Cullera
 Mittelmeer

Wer ausschließlich einen Wellenreit-Urlaub machen will, dem würde ich nicht raten ans Mittelmeer (Gegend Valencia/Alicante) zu fahren. Begeistert wird aber Derjenige & Diejenige sein, der/die schönes Wetter, spanische Partys, Windsurfen & Wellenreiten möchte. Der Schwerpunkt wird sich Juli/August mehr zur Party und in den Monaten danach mehr zum o.g. Wassersport orientieren.

Der Surf:
Am Mittelmeer gibt es wohl das wärmste Wasser zum surfen, in den Wintermonaten kühlt es sich bis ca. 13°C ab, dafür hat man im Frühjahr bis zum späten Herbst über 20 °C. Im Sommer kann eine Temperatur von 26°C erreicht werde, nur bleiben dann meist die Wellen aus. Ab September kann man schon mit ein paar fetten Tagen und perfekten Wellen rechnen.



 1) Hafenmole von Cullera



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 4-6
Schwierigkeit: Anfänger


Die Wellen dort sind zwar kaum tuby, laufen aber verhältnismäßig lange und sind gut surfbar. Bei guter Welle sind sehr viele Spanier (kaum oder gar keine Touristen) im Wasser, so dass es schon mal mäßig voll werden kann, aber nicht wirklich zum "Gedränge" kommt. Außerdem sind die einheimischen Surfer sehr freundlich und friedlich. Im Herbst werden die Wellen größer und kräftiger. (Andreas Haase)

 2) Javea



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 2-3
Schwierigkeit: Anfänger


60 km südlich von Cullera liegt der Ort Javea. Ein Ort dessen Küstenabschnitt vollständig von zwei großen Felsen (fast schon Berge, ca. 100m hoch) eingeschlossen ist. Dort gibt es einen Sandstrand mit Wellen (ist im Sommer aber zu voll, da viele Touristen) und einen Sand-Kies-Fels-Strand mit guter Welle. Letztere Stelle ist aber nicht ganz ungefährlich. (Andreas Haase)





Dir haben diese Informationen geholfen? Du hast sicher noch andere Spots gefunden als die, die hier beschrieben werden. Stelle Dein Wissen den Anderen zur verfügung, so wie sie es für Dich getan haben. Der Spotreport soll wachsen! Viel Spass auf deinem Trip wünschen Oli, Micha und die Community von Epicsurf!