Epicsurf Spotreport



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Written by: Michael Ganteför, Oliver Nolden and the Epicsurf Community

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 Grossbrittannien

Die englischen Surfer gehörten neben den französischen zu den Begründern der europäischen Surfkultur. 1912 wurden die ersten Wellen auf der Insel gerockt. Da das Königreich auf einer Insel, bzw auf vielen Inseln liegt, ist es nicht verwunderlich, das einige der besten Surfer Europas hier herkommen.


Cornwall

Fistral
 North Devon/Cornwall

Der Surf:

Die
Gegend hat einige der besten Spots Englands zu bieten. Hier reihen sich fiese Reefbreaks und entspannte Beachbreak wie eine Perlenkette aneinander. Da es hier viel Buchten mit den unterschiedlichsten Ausrichtungen gibt, gibt es für jede Bedingung den idealen Break.

Den besten Swell für diese Gegend produzieren Stürme in der Biskaya oder aus dem mittleren Altantik. Die Wassertemperatut liegt im Winter bei etwa 8°C und im Sommer bei 15°C, es ist also ratsam immer einen langen Neo im Gepäck zu haben.

Allgemeines:

Parken an Stränden und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten ist in Cornwall im Sommer in aller Regel kostenpflichtig. Die Preise bewegten sich zwischen £1 und hammerharten £4!!


Cornwalls Küste ist mit Campingplätzen reich ausgestattet. Trotzdem kann es mitunter schwierig sein, ein geeignetes Domizil auszuwählen. Die Preise variieren sehr stark (zwischen ₤1,50 und ₤6,25 pro Person), obwohl sich die Plätze in Ausstattung und Sauberkeit nicht wesentlich unterschieden. Zudem liegen nur wenige Campsites unmittelbar an der Küste oder gar an einem Strand. Und zu guter Letzt muss man als Gast den individuellen Ansprüchen der Platzbetreiber genügen. Während der eine keine Zelte aber Caravans zulässt, der nächste nur Familien aber keine Vans akzeptiert, bevorzugt wieder der nächste Busse, aber nur unter der Woche, dann aber keine Gruppen über zwei Personen?! Da ist man doch dankbar für eine klare Ansage, wie wir sie an einem Campingplatz in der Nähe von Constantine Bay vorfanden: „NO SURF-BLOKES!“

Wildcampen ist an Cornwalls Küste, sofern es nicht per Schild ausdrücklich verboten ist, eigentlich nicht verboten. Es ist allerdings auch nicht so selbstverständlich, wie zum Teil in Spanien oder Frankreich. Im schlimmsten Fall wird man geweckt und weggeschickt, besonders kreative Angehörige der britischen Polizeistreitkräfte verpassen einem noch ein Ticket wegen Falschparkens.

Instant-Barbecues sind unter englischen Campern der absolute Renner. Mann bekommt sie in allen Supermärkten und Tankstellen für £2,99 nachgeworfen. Umwelttechnisch sind sie natürlich eine Unverschämtheit, für Heckenpenner wie uns aber ungemein praktisch.

Fisch ist immer eine gute Wahl in England. Preisfrage: Von welchem Land aus trat die Rinderkrankheit BSE ihren Siegeszug durch Europa an? Bingo! Frischen Süß- und Salzwasserfisch gibt es in vielen Supermärkten, oft ist er günstiger als Fleisch.


Infos by: Lutz Löschmann,Wolf Ötting


 1) Woolacombe

Break: Shifting
Untergrund:
Sand/Fels
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Anfänger


Woolacombe ist ein absolut entspannter Ort! Weder auf dem Wasser, noch an Land kommt hier Stress auf, selbst wenn es im Sommer oder am Wochenende voll wird. Der Beachbreak ist nicht besonders spektakulär, die besten Wellen gibt es bei Ebbe vor den Felsen am Nordende des Strandes. An der Straße, die hier den Hügel hinauf nach Mortehoe führt, kann man kostenlos parken.

 2) Croyde

Break: Shifting
Untergrund:
Sand/Fels
Crowdfaktor: 7-8
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Ein exzellente Beachbreak, der es im Gegensatz zu dem in Woolacombe gehörig in sich hat. Die Sandbänke sind hart wie Beton und bei Ebbe werden die Wellen schnell und steil. Rasante Strömungen tun ein Übriges, um Croyde zu einer echten Herausforderung werden zu lassen.

 3) Booby´s Bay

Break: Rechte
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 5-6
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Booby´s hat durchaus surfbare Wellen, Ein- und Ausstieg über die Felsen sind bei höheren Wasserständen jedoch kniffelig.

 4) Constantine Bay

Break: Shifting/Linke
Untergrund:
Sand/Fels
Crowdfaktor: 7-8
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Der bekanntere und einer der konstantesten Spots hier ist Constantine Bay, nur wenige hundert Meter weiter südlich von Booby´s Bay.

Constantine Reef, eine schnelle Linkswelle, die bei Ebbe über dem Felsenriff am südlichen Ende der Bucht bricht. Das Rauspaddeln vom Strand aus kann ein ganz schön langwieriges Geschäft sein, weil man recht deutlich vom Break weg in Richtung Norden gesogen wird. Mit Hilfe der angesprochenen Strömung gelangt man allerdings bequem in den Break am nördlichen Ende der Bucht, wo zu gegebener Zeit eher gemütliche aber saubere Rechtswellen laufen. Und wenn der Nebel so dicht ist, dass man den Strand nicht mehr sehen kann und die heran nahenden Sets und Surfer erst sehr kurzfristig auszumachen sind, kann auch diese Welle ein amüsantes Abenteuer bereiten.

 5) Watergate Bay

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Anfänger


Ein ca. 3 km langer Sandstrand. Wenn die Wellen kopfhoch werden und der Swell frontal auf den flach abfallenden Strand trifft gibt es keine klaren Peaks mehr, alternativ - die Wellen machen auf breiter Front dicht.

 6) Town Beaches

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: ????
Schwierigkeit: Anfänger



Am südlichen der Watergate Bay liegen die so genannten Town Beaches (Towan, Great Western, Tolcarne und Lusty Glaze). Die liegen so geschützt, dass sie mit Swells aus westlichen Richtungen garantiert nicht funktionieren. Ich weiß nicht, welche Monsterdünungen aus was für abstrusen Himmelsrichtungen hier gute Wellen hervorbringen könnten, denn selbst als in Fistral kopfhohe Wellen rollten, blieben die Town Beaches flach wie ein Baggersee.

 7) Fistral Beach

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 8-9
Schwierigkeit: Anfänger


Die sicherste Sache in Newquay ist ohne Zweifel der Fistral Beach. North Fistral bricht ziemlich konstant vor den Felsen am Nordende des Strandes, aber auch in der Mitte des Strandes geht beinahe immer die ein oder andere Sandbank. Die Peaks sind hier allerdings nicht so definiert wie bei Ebbe vor North Fistral. South Fistral ist eine reine Linkswelle, die an den Felsen bricht, welche den Strand südlich begrenzen. Diese Welle bricht am besten bei Flut und mit einem großen Swell. Little Fistral ist eine kleine Bucht nördlich des Hauptstrandes. Die Wellen brechen zwar über Sand, laufen allerdings je nach Wasserstand relativ flott über die Felsen, welche den Strand umgeben. Oft sieht Little Fistral zwar prima aus, ist aber zum Surfen nicht wirklich zu empfehlen. Wenn die Wellen gut aussehen und kein Local sie surft, wird das seinen Grund haben (und auf eines könnt ihr euch verlassen – nämlich, dass es hier jede Menge Locals gibt, die surfen wie der Teufel und ihre Breaks kennen wie ihre Westentasche)!

 8) Porthtowan

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 8-9
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Wieder ein guter Sandstrand mit etlichen Peaks. Hier kann es gelegentlich sehr voll im den Lineups werden.

 9) Gwithian und Godrevy

Break: Shifting/Linke
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 7-8
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Durch den kleinen Fluss, der am Nordende der Bucht ins Meer mündet werden ordentliche Sandbänke geformt. Die entstehende Strömung entlang der Felsen ist bei Flut so beachtlich. Bei auflaufendem Wasser und strammen ablandigen Wind brechenden die Peaks punktgenau und produzierten lang laufende, hohl brechende, schnelle Linkswellen.

 10) Sennen Cove

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 8-9
Schwierigkeit: Anfänger


Im Grunde ist „Britain´s most westerly beach“ ein ziemlich schlapper Beachbreak, der trotz der grundsätzlich passablen Sets zu keiner Tide richtig in die Gänge kam. Da es ein sehr populärer Strand ist, kann es grade hier im Sommer zu erheblichen Crowds kommen.





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