Epicsurf Spotreport

Portugal

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Written by: Michael Ganteför, Oliver Nolden and the Epicsurf Community

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 Portugal

Der Surf:

Das
Land in Europa mit den wohl meisten Weltklassewellen. Heftige Riffe wechseln sich hier mit hohlen Beachbreaks ab. Gerade im Bereich zwischen Peniche und Lissabon gibt es eine Unzahl an Spots, wo man fast unmöglich sagen kann, welcher denn nun der beste ist. Aber auch der Norden und im Süden die Algarve haben viele gute Spots zu bieten.


Portugal, Secret Spot
Die Wassertemperaturen lassen leider etwas zu wünschen übrig. Im Sommer wird das Wasser im Norden meist nicht wärmer als 16°C und im Süden nicht mehr als 18°C. Im Winter wird es dann noch kälter und kühlt sich auf etwa 12°C im Norden und auf 14°C im Süden ab.

Surfen ist eine sehr beliebte und populäre Sportart in Portugal. Hier einen einsamen Spot für sich zu finden ist schon schwer, aber nicht ganz unmöglich, wenn mein weis, wo man suchen muss.

Allgemeines:
In Portugal kann man noch relativ günstig Leben. Wenn man mit einem Camper unterwegs ist, hat man meist keine Probleme damit, wenn man direkt am Spot übernachtet, solange man alles sauber hält und den Locals nicht zu oft rein gedroppt ist. Lissabon wird ebenfalls von einigen Billiglinien angeflogen, da kann es sich schon mal lohnen für ein verlängertes Wochenende runter zu düsen.



Consolacao Rights
 Peniche

Der Surf:

Da
Peniche und Baleal Halbinseln sind, ist die Wahrscheinlichkeit in dieser Gegend höher, als anderswo in Portugal, brauchbare Bedingungen zu finden. An irgenteinem Strand ist eigentlich immer Offshore, es muß nur mit dem Swell zusammenpassen. Peniche ist neben Ericeira die Hauptstadt des Surfens in Portugal. Seit 2009 macht auch die ASP Worldtour hier einen Stopp.

Allgemeines:

In Peniche selbst und in Baleal gibt es mehrere Surfshops und Shaper (u.a. Fatum), mehrere nette Strandbars in denen man Abends gut abzappel kann und einen Beton-Skatepark. Ebenfalls haben sich hier einige deutsche Surfschulen niedergelassen. Günstig einkaufen kann man hier im Lidl oder im Intermarché.

Peniche ist der größte Fischereihafen Portugals, deshalb gibt es hier leider ein paar fies stinkende Fischfabriken.


 1) Nazare

Eigentlich gehört dieser Spot nicht unbedingt zu der Gegend von Peniche, ist aber nicht allzu weit weg, weshalb wir ihn dennoch hier aufführen. Nazaré ist Portugals Bigwave-Spot vor dem angeblich schon Hawaiianer kapituliert haben da der Peak unberechenbar sein soll.

Der Beachbreak sollen Wellen bis zu 7m halten können.


 2) Foz do Arelho

Der Strand fängt an einer kleinen Flussmündung bei Foz do Arelho an (in der Nähe liegt ein Golfclub) und geht durch bis Baleal. Hier findet man bestimmt seinen "Secret-Spot".

Ein Beachbreak bei dem es gelegentlich auch mal den ein oder anderen Felsen im Wasser gibt.


 3) Almageira/Ferrel

Man fährt bis zum nächsten Ort Ferrel (von Baleal aus) und sucht sich von dort einen Weg zurück ans Meer. "Almageira" ist eine kräftige Linke, die über Sand aber teils über Fels brechen kann. Oft bricht sie an verschiedenen Stellen, so dass man auch öfter eine Rechte surfen kann. Am Parkplatz gibt es eine Trinkwasserquelle um die Wasservorräte wieder aufzufüllen. Nach einem Regen sollte man möglichst nicht die glitschige rote Lehmpiste zum unteren Parkplatz runter fahren. Es gibt noch einige weitere Peaks in der Umgebung wo es oft gute Wellen gibt so das sich die Crowds hier etwas verlaufen.


 4) Lagide (Baleal Reef)

Der Strand an der nördlichen Seite der Straße auf die Halbinsel Baleal. Links ist der Untergrund sandig, aber rechts, direkt vor dem Parkplatz erstreckt sich ein flaches Felsriff ins Meer, welches zwar eine geile Linke produziert, dafür aber voller Seeigel und Surfer ist. Für die Sicherheitsfanatiker unter Euch gilt: Booties anziehen!

Lagide gehört zu den besten Spots in der Umgebung.


 6) Praia do Baleal

Liegt zwischen den Halbinseln Peniche und Baleal. Eine große Sandbucht mit sehr guten Wellen. Je nach Swell und Windrichtung findet man am nördlichen Ende der Bucht (bei Baleal) oder eher in der Mitte die besseren Surfbedingungen. Am Nordende der Bucht bricht des öfteren eine verdammt schnelle und steile Linke. Da es hier fast immer irgentwo optimale Bedingungen gibt, trifft man an diesem Strand die meisten Surfschulen an.

 5) Cantinho

Ein langer Sandstrand, hier findet man bestimmt immer einen Peak der nicht ganz so voll ist wie die in Peniche. Wenn es hier zu fett ist sollte man einen Abstecher nach Peniche machen. Im Norden des Strandes, direkt am Ort, gibt es noch eine kleine Flussmündung.

 7) Molhe Leste

Direkt südlich der Hafenmole von Peniche, Beachbreak. Nur ein paar hundert Meter entfernt von Supertubos, allerdings sind die Wellen hier meist nicht ganz so brutal und meist auch etwas kleiner als beu Supers. Die Mole bei Nordwimd, wenn fast alles Blowout ist perfekten Schutz vor dem Wind.

Da hier auch ein kleiner Fluss ins Meer mündet und dazu noch dies die Hafeneinfahrt ist, kann die Wasser Qualität gelegntlich ein wenig beeinträchtigt sein.


 8) Supertubos/Bananas

Direkt südlich von Peniche gelegen. Funktioniert am besten bei nördlichen Winden. Damit es bricht brauch der Spot Südswell oder größeren Nordswell. Weltbekannt für seine hohlen und steilen Wellen. Sie brechen sehr nah am Ufer im seichtem Wasser, ähnlich wie Hossegor. Supertubos ist die Sandbank fast direkt vor der Strandbar.
Die Sandbänke zwischen Mohle Leste und Supertubos werden Bananas genannt und sind oft nicht ganz so fies wie Supertubes selbst, hier gibt je nach Sandbank, Rechte und Linke. Bei hohem Wasserstand gibt es einen fetten Shorebreak. Sandiger Untergrund, trotzdem aber sehr kraftvolle Wellen. Vorsicht Boardkiller.



 9) Consolacao Left

Ein Pointbreak ca 5km südlich von Peniche. Man sieht ihn schon von den Stränden Molho Leste und Supertubos, wenn man gen Süden guckt. Beide Wellen sind Reefbreaks. Je nach Swellrichtung läuft entweder die Left oder die Right. Bei Nordswell läuft die Left an der nördlichen Seite des Points besser (is klar :-) ) .

 9) Consolacao Right

Bei Südswell bricht die Right an der Südseite von Consolacao. Hier ist der Einstieg nicht ganz einfach, weil es keinen Sandstrand gibt, über den man bequem ins Wasser latschen könnte. Stattdessen klettert man über Felsen um ins Meer zu gelangen. Vorsicht! Überall lauern spitze Riffe unter der Wasseroberfläche und man muss rechtzeitig aussteigen, damit man nicht gegen die Felswand geschleudert wird. Oberhalb von Consolacao Right gibt es einen großen Parkplatz, wo man einen guten Überblick für den morgendlichen Swellcheck hat.

 10) Praia da Areia Branca

Break: Shifting Peaks
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 4-5
Schwierigkeit: All
Google Earth: +39°15'43.95", -9°20'12.94"



Ein langer Sandstrand, hier findet man bestimmt immer einen Peak der nicht ganz so voll ist. Wenn es hier zu fett ist sollte man einen Abstecher nach Peniche machen. Im Norden des Strandes, direkt am Ort, gibt es noch eine kleine Flussmündung.


 Ericeira

Ericeira, ein kleines ehemaliges Fischerdorf welches in den letzten Jahren zur Surfhochburg Portugals geworden ist.
Hier gibt es alles, von super fetten Beachbreaks bis zu ultra-krassen Reefbreaks. Leider sucht man einen günstigen Supermarkt in Ericeira vergebens, einen Lidl und einen Intermarche findet ihr in Mafra, ca. 10km entfernt. Ein Internetcafe gibt es in der Videothek beim Touristenbüro am Hauptplatz in der Fußgängerzone. Ein großer Campingplatz liegt am Stadtrand, direkt vor dem Hammerriff "The Reef".



Ericeira
Extra Infos:
Namen wie "Coxos", "Reef" oder "Petra Branca" sind weltweit bekannt. In der Bucht von "Ribeira D’Illhas" befinden sich drei Spots, die sich bei der richtigen Swellrichtung zusammenschließen und eine der längsten "Rights" Europas hervorbringen. Regelmäßig macht hier auch die ASP World Tour Station.
Allerdings ist an den Spots von Ericeira etwas Vorsicht angebracht! Nicht nur das hohe Niveau der Surfer und Breaks, sondern auch die Riffe auf denen die Wellen laufen sind nicht so ganz ohne. Plötzliche Untiefen und tückische Strömungen können den Surfspaß beeinträchtigen.
Neben "den Spots" gibt es noch einige unbekanntere Breaks, die dafür oft leer sind. Die Big Wave Spots "Praia do Norte" und "São Lourenço" laufen auch wenn es kleiner ist. "Praia da Calada" und "Praia do Matadouro" haben gleich mehrere Spots zu bieten.
Der "Praia do Sul" ist geschützt und somit immer etwas kleiner als woanders. Südlich von Ericeira liegen die Beachbreaks "Fozyland" und "São Juliao", die je nach Lage der Sandbänke entsprechend laufen. Ebenso liegen dort noch einige No-Name Riffe.
Vorsicht, abgesehen von Ribeira D’Illhas und den Beachbreaks müssen bei allen Spots die Gezeiten beachtet werden.
Im Sommer ist die Küste von "Sintra" über "Ericeira" bis "St. Cruz" die Wellensicherste von ganz Portugal und dem europäischen Festland. Wenn mal ein größerer Swell kommt kann man die berühmten "Ericeira Classics" surfen, oder wem das zu heftig ist der fährt ca. 1 Std. zur "Costa do Estoril" (Südküste). Dort sind die Wellen immer kleiner als an der Westseite.
Frithjof Gauss von tres ondas


 1) Coxos

Coxos, wird Koschos ausgesprochen, ein sehr heftiger Rightpoint. Die steile, schnelle und hohle Welle bricht über Fels, teils wird das Wasser sehr flach. Bei kleineren Wellen surft man meist nur die Inside dicht an den Felsen. Bei großen Wellen kann man von der äußersten Felsnase bis in die Bucht surfen. Coxos braucht schon einen guten N-NW Swell um vernünfig zu laufen. Beste Tide ist zwieschen Mid- und Lowtide. Man kann den Spot aber auch bei Hightide gut surfen. Gerade bei großen Wellen ist der Ein- und Ausstieg sehr schwierig da man über Geröll steigen muß. Um den Spot zu finden müßt ihr in Ribamar an der Windmühle dem Schild Praia Coxos folgen, ca. 15m vor dem Parkplatz links in eine kleine Dirtroad einbiegen, nach ca. 200m kommt so eine Art Parkplatz und schon seid ihr da. Die Welle ist also nicht bei Praia Coxos.

 2) Crazy Left

Liegt gegenüber von Coxos. Eine flache Felsplatte, an deren Kante eine sehr hohle Left bricht. Beste Tide ist hier zwischen Mid- und Hightide, Swell sollte in etwa aus SW kommen. Oft sieht man hier nur Bodyboarder im Wasser.


 3) The Undertaker

Break: Rechte
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 5-6
Schwierigkeit: Pro


Dieser Spot hier liegt auf dem halben Weg zwischen Coxos und Ribeira D´llhas. Wieder eine superkrasse, hohle Welle, die entlang einer -teilweise unterwasserliegenden- Felsnase nach rechts bricht. Surfbar nur zwischen Mid- und Hightide. Takeoff ist direkt vor der Felsnase, ein Sturz hier und man wird auf die Felsen gespült.

 4) Punta Preta

Wieder eine hohle Rechte die mal wieder an einer Felsnase bricht. Nicht ganz so übel wie Undertaker aber immer noch auf keinen Fall für Anfänger geeignet. Beste Tide hier um Midtide herum. Die Welle liegt ungefähr 500m nördlich von Ribeira D`llhas.


 5) Pontina

Liegt etwa 150m nördlich von Ribeira D llhas. Wieder eine Rechte, die man aber auch teilweise nach Links surfen kann, wo sie aber meist nicht so lang und gut ist. Die Welle bricht über eine ebene Felsplatte. Sie ist nicht ganz so hohl und steil wie die ersten beiden und man braucht keine Angst vor Felsen im Wasser zu haben. Beste Tide hier ist auch wieder Midtide.


 6) Ribeira D llhas

Der Contest-Spot von Ericeira und Homespot von Semente Surfboards. eine sehr lange Rechte (schätzungsweise 250-300m) die über Fels und Sand bricht. Steiler Take Off in der Outside, dann kann man es etwas ruhiger angehen lassen. Kurz vor der Inside (2. Takeoff-Point) wird es dann wieder schnell, wenn man das geschafft hat, kann man dann bis an den Strand oder auf die Felsen surfen, je nach belieben und Tide :-). Der Spot bricht eigentlich bei fast jedem Gezeitenstand und Swellrichtung. Bei Lowtide sollte man aber achtgeben wenn man die kurze Linke von der Outside surft, da gibt es einige fiese Steine im Wasser. Der beste Swell dürfte ein W-Swell sein. Wohl durch die hohen Felsen rechts und links hat man hier oft einen leichten Offshore wenn es woanders Side- bis Onshore ist. Da der Spot sehr bekannt ist, kann er - nicht nur, aber gerade im Sommer - sehr crowded sein. Ein guter Parkplatz, eine Dusche und die Semente-Bar sind am Platz.

 7) Bodyboarder Reef

Wieder ein heftiges Riff von dem ich den Namen nicht weiß. Hab es so genannt weil hier so gut wie nur Bodyboarder rausgehen. Es liegt gegenüber von Rebeira D llhas. Eine Welle die aus dem Nichts kommt, das Wasser von einer Felsplatte saugt und dann kollabiert. Das hier Anfänger nix verloren haben versteht sich von selbst. Der Spot liegt genau vor der Ruine. Erreichen könnt ihr ihn über die gleiche Dirtroad wie zu "The Reef".


 8) The Reef

Eine krasse, hohle Left. Sie bricht über einer flachen Riffplatte. Kurz nach der Einfahrt nach Ericeira Links abbiegen und der Dirtroad zur Küste folgen.


 9) Backdoor

Eine hohle Right die erst über ein Riff und dann in eine kleine Bucht mit Fels- und Sanduntergrund läuft. Das Riff ist sehr flach und hat einige extrem hohle Sections. Sie liegt genau neben "The Reef".


 10) Foz de Lizandro

Beachbreak mit einzelnen kleinen Felsen im Nordbereich. In der Mitte gibt es einen schönen A-Frame, am Südende einen Rivermouth an dem eine Left bricht. Bei großem Swell bricht in der Mitte eine lange Right. Die Wellen an diesem Spot brechen meist um einiges höher als auf den Riffen im Norden. Einen guten Channel um ins Lineup zu kommen gibt es am Nordende. Die beste Swellrichtung dürfte wohl W sein, der Spot soll aber auch für einen SW Swell gut sein. Einen Parkplatz zum übernachten gibt es wenn man ca. 500m den Fluss hochfährt. Duschen, Toiletten und Bars gib es direkt am Strand.

 11) Sao Juliao



Break: Shifting
Peaks
Untergrund: Sand/Fels
Crowdfaktor: 7-9
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


der südlichste Spot von Ericeira. Wieder ein Beachbreak mit mehreren Peaks an denen Rechte und Linke laufen. Es gibt einzelne Felsen im Wasser, vor denen man aber nichts zu befürchten hat. Auch hier brechen die Wellen meist um einiges höher als bei den Riffen im Norden. Der Spot läuft bei den meisten Tides und Swellrichtungen. Bars und Duschen gibt es wieder am Strand.

 Furnas

Wenn alle anderen Spots in Ericeira zu groß sind, ist hier die Chance groß noch eine surfbare Welle zu finden.


 Algarve

Der Surf:

An
der Algarve hat das Surfen erst relativ spät Einzug gehalten. Als man vor ein paar Jahren merkte, was für ein Potential die Algarve hat, kamen immer mehr Leute. Wenn man aber abseits der bekannten Pisten nach einem Spot sucht, kann man hier und da in der zerklüfteten Küstenlandschaft noch die eine oder andere leere (oder wenigstens nicht so volle) Bucht finden. Dadurch, daß die Algarve eine West- und eine Südküste hat, findet sich für fast jede Swellrichtung ein geeigneter Spot.

Allgemeines

An der Südarlgarve gibt es sehr viele Hotels für Pauschaltouristen. Deshalb kann man von Deutschland aus oft billig Flüge nach Faro ergattern.


 1) Arrifana

Arrifana ist eine abgeschirmte, von Steilküsten umfasste bucht. Bevor man den Parkplatz erreicht, muss man mit dem Auto einen schmalen, serpentinenartigen Weg herunterfahren. Unten gibt es nur wenige Parkplätze entlang der Weges.

Den Spot selbst würde ich auf jeden Fall zu den besten Locations an der Algarve zählen. Die Bucht ist sehr windgeschützt. Selbst wenn die südlicheren Strände schon zerblasen sind, kann man hier noch erstklassige Bedingungen erwischen. Am nördlichen Rand der Bucht, hinter der kleinen Mole, bricht die schon fast berüchtigte Arrifana-Right, ein Reefbreak, der so ca. bei 3m Wellenhöhe so richtig in gang kommt. Anfänger haben hier nichts verloren. Der Einstieg ist am besten durch den kleinen Fischerhafen direkt vor der Mole. Man kann aber auch vom Strand an den Felsen vorbei, direkt zum Line-up paddeln, was aber ein wesentlich weiterer Weg ist und bei dieser Welle würde ich keinem empfehlen sich schon beim rauspaddeln auszupowern.

In der Inside ragen zwei große Felsen aus dem Wasser. Je nach Wellenhöhe bricht die Welle kurz vor dem Felsen oder weiter draußen. Es sollen hier schon Surfer bei Kollisionen mit dem Felsen ums Leben gekommen sein. Also überlegt euch gut was ihr tut bevor ihr rauspaddelt!

Normalsterbliche surfen eher am Beachbreak in der Mitte der Bucht. Auch der Beachbreak kann große Swellhöhen halten und bietet fast immer schöne Wellen die recht weit nach links und auch nach rechts laufen. In Arrifana sind die Wellen meist etwas kleiner als an den südlicheren Stränden, aber dafür ist diese Bucht fast perfekt windgeschützt.

 2) Carrapateira

Carrapateira ist ein großer Strand, der im Norden und im Süden von Felsen eingerahmt ist. Hinter dem Strand sind keine Felsen sondern eine ewig lange Dünenlandschaft, hinter der sich eine große Lagune befindet. Entsprechend ist dieser Strand auch sehr windanfällig und funktioniert in der Regel nur bei Östlichen Winden. Hier sind die Wellen immer ein gutes Stück größer als in Arrifana im Norden und in Amado im Süden. Leider funktioniert die Welle eher selten. Wenn der Wind aber aus der richtigen Richtung kommt und auch genügend Swell vorhanden ist, erscheint eine lange Linke die direkt am südlichen Rand der Bucht vor dem Felsen anfängt und bis weit in die Bucht läuft. Vorsicht um den Felsen herum ist mit starken Strömungen zu rechnen. Die Welle fängt über Fels an zu brechen läuft aber über sandigem Untergrund aus.

 3) Amado

Amado ist eine hervorragende Wahl wenn Carrapatiera zu groß und blown out ist. Die Wellen sind hier in der Regel etwas kleiner und die Bucht ist auch relativ windgeschützt. Die Qualität der Welle hängt allerdings im Wesentlichen von der Form der Sandbank ab, die variieren kann. Am besten zu surfen ist die südliche Hälfte der Bucht. Ungefähr ab der Mitte liegen vereinzelt größere Steine bis Felsbrocken im Wasser herum, die man nur bei Ebbe bzw. gar nicht sehen kann. Der Spot funktioniert am besten wenn der Wind aus südlicher bis östlicher Richtung kommt. Die Straße nach Amado mündet direkt am südlichen Ortsausgang von Carrapateira in die Küstenstraße.

 4) Beliche

Beliche ist der Tube-Spot an der Südküste. Der Take-off ist bei entsprechenden Swell sehr schnell und steil und die Welle bricht mit viel Wucht in unmittelbarer Strandnähe. Die Welle ist dann ungefähr vergleichbar mit Supertubos in Peniche, wenn auch kleiner. Sie bricht eigentlich immer hohl. Je nach Sandbank können in der Mitte der Bucht und am Strand einige Steine frei liegen. Die Welle bricht also über sandigem Untergrund, bzw wenn es groß ist über dem Felsen in der Mitte. Man erreicht den Spot wenn man von Sagres aus in Richtung Südwesten fährt. Nach einigen Kilometern kommt auf der rechten Straßenseite ein Restaurant und genau gegenüber ist schon das Schild, das in Richtung Strand weist. Um zum Strand zu gelangen, muss man über eine lange Treppe die Klippen runterklettern. Die Bucht selbst ist von großen, steilen Klippen umgeben und daher aus allen Richtungen windgeschützt. Am Strand unten gibt es einige Höhlen in denen man gut mit dem Schlafsack übernachten kann. Bevor ihr das macht, solltet ihr euch allerdings davon überzeugen, ob das Wasser nicht so hoch kommen kann, dass ihr in der Nacht nasse Füße bekommt.

 5) Tonel

Tonel ist der Nachbarstrand von Beliche in Richtung Sagres. Hier sind die Wellen stets ein wenig größer als in Beliche. Dafür ist die Bucht aber auch anfälliger gegen Winde, denn sie ist wesentlich größer. Die Welle direkt am Abgang kann sehr schnell und sehr hohl werden. Hier gibt es viele Steine und Felsbrocken die überall im Wasser und am Strand herumliegen.

 6) Sagres

Mareta ist der Hausstrand von Sagres. Direkt am Strand befindet sich ein Restaurant. Normalerweise ist es hier flat, es sei denn ein größerer Südswell kommt herein - dann können hier wirklich schöne Wellen laufen. Empfehlenswert ist dieser Strand besonders wenn der Wind aus Nordwest kommt und die Westküste zerblasen ist. Wenn die Westküste besonders stürmisch ist, bekommen meistens auch Beliche und Tonel an der Südküste zerblasene Wellen ab, obwohl die Spots ziemlich windgeschützt sind. Erst weiter östlich beruhigt sich das Meer, weil dort die Küste vom stürmischen Atlantik besser abgeschirmt ist. Als ich dort war, waren alle Strände westlich von Sagres zerblasen und wir hatten den Surftag eigentlich schon abgeschrieben, bis wir zufällig zu diesem Strand kamen. Alle Strände, die wir dann in Richtung Osten abfuhren, hatten geradezu perfekte Bedingungen. Einen starken Offshore, 2-2,5 Meter-Sets kamen hereingerollt und die Locals rippten was das Zeug hält.

 7) Baranco

Nach einer langen Fahrt über schmale Straßen und Schotterpisten gelangt man in eine kleine, von Felsen umgebene Bucht mit einem kleinen Sandstrand. Unterwasser befinden sich große Steine und an den Rändern der Bucht auch spitzere Felsen. Der Spot ist sehr gut vor Wind geschützt und wenn der Swell direkt aus Süden kommt, kann man hier fast immer mit perfekten Bedingungen rechnen. Leider sind die Südswells nicht so häufig und aus anderen Richtungen hat der Swell keine Chance bis in diese kleine Bucht vorzudringen. Wenn aber der Swell stimmt wird es hier sehr schnell crowded und weil der Strand so klein ist, ist der Lineup auch mit 20 Personen schon ziemlich überfüllt. Wenn man allerdings hier übernachtet und am nächsten Morgen früh aufsteht, kann man eine sehr gute Session mit nur wenigen Leuten erwischen. Die portugiesischen Locals tauchen nämlich normalerweise erst gegen Mittag auf weil gerade an der Südküste der Offshore meist konstant den ganzen Tag über bläst.





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