Epicsurf Spotreport

Irland

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Written by: Michael Ganteför, Oliver Nolden and the Epicsurf Community

copyright: epicsurf.de 2017

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 Irland

Ein Land mit vielen weltklasse Wellen und noch weitgehend leeren Lineups. Dies liegt wahrscheinlich am kalten Wasser und den nicht gerade günstigen Lebenshaltungskosten. Wer also das relativ kalte Wasser nicht scheut, sollte einen Abstecher in das Land machen, in dem die keltische Kultur noch überall präsent ist.

Der Surf:
Wie schon erwähnt wird das Wasser nicht besonders warm. Höchsttemperatur im Sommer liegt im Schnitt bei 15°C und fällt im Winter auf kühle 4°C. Die Küste entlang wechseln sich Buchten mit Sandstränden und Pointbreaks ab.

Allgemeines:
Wer nicht eine teure Fähre bezahlen will, kann mit dem Flugzeug anreisen. Es gibt einige Flughäfen, wobei Dublin der bekannteste, aber auch der entferntest von den Spots an der Westküste ist. Die Lebenshaltungskosten sind ebenfalls nicht die billigsten in Europa und man fährt hier, wie im benachbarten Königreich, auf der linken Straßenseite.


Leserinfos:

Von Mex:
war letztes jahr (2005) mit meinem bus dort und hab über einige punkte echt gekotzt: viele gute stellplätz haben eine 1,90m-begrenzung, so daß man mit nem normalen bus (ich glaub t4 geht gerade so) nicht drunter durch kommt; im allgemeinen hab ich wesentlich weniger zäune und mehr freiheit dort erwartet und häufig nen inselkoller bekommen. das leitungswasser, daß man z.b. an campingplätzen und anderen öffentlichen hähnen bekommt ist stark gechlort und vielerorts mit nicht wenig fluor versetzt. wer's mag ok., ch hab starke bauchkrämpfe bekommen und mußte mir mein wasser kaufen. flüge gibt's supergünstig ab 99 cent (kein scherz) von z.b. lübeck über ryan air. ich bin leider allein gefahren, würde jedem aber dringend empfehlen, mit nem buddy zu fahren; mit sind die zäune und verbotsschilder und teilweise rücksichtslosen menschen dort manchmal auif den wecker gegangen. essen kann ein problem sein, wenn man vegetarier ist und nicht auf fett, zucker & industriefood steht. einmal täglich radiohören ist pflicht; das wetter ist dort jeden tag anders, ich hab 2 stürme miterlebt, konnte mich aber, gewarnt durchs radio, rechtzeitig in sicheres gewässer manövrieren; ich möchte nicht bei 11+ windstärken aus west auf ne klippe stehn.

aber die wellen ... der oberhammer eine geile reisebschreibung gibts hier: http://www.travelintelligence.net/wsd/articles/art_561.html

mein surftip: halbinsel dingle im westen, keel im norden, spotbeschreibung gibt es bei wannasurf.com, bilder hab ich nicht.


 County Clare

Der Surf:

Die
meisten Spots hier sind offen für Swell von Nord bis West. Je nach Swellrichtung findet man hier immer einen netten Spot. Wie überall in Irland gehört das Wasser trotz Golfstrom nicht zu den wärmsten Europas. Obwohl es im vergleich zu Nordseeländern doch schon deutlich angenehmer ist. Die Spots im Süden (Killard und Doonbeg) haben Aufgrund ihrer Ausrichtung oft gute Offshore-Bedingungen, brauchen aber schon einen fetteren Swell um zu laufen.


Allgemein:
Diese Region ist wohl eine der meistgesurften in Irland, doch außerhalb der Saison kann man schon die ein oder andere Session allein im Wasser verbringen. Da in der Shannonmündung bis zu 100 Delfine leben sollen, kann es schon mal sein, das Euch beim surfen ein Delfin besuchen kommt.

Die Surfhauptstadt hier ist Lahinch, hier gibt es 2 Surfshops und den ein oder anderen Pub.

An Übernachtungsmöglichkeiten herrscht kein Mangel, von Campinglätzen über Mobilhäuserparks und Cottages gibt es für jeden Geldbeutel und Geschmack die passende Bleibe.

Zu beachten ist daß die Preise für die Unterkünfte stark saisonabhängig sind.



 1) Crab Island

Break: Rechte
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 1-3
Schwierigkeit: Fortgeschritten/Pro


Von Land aus gesehen an der Linken Seite der kleinen Insel bricht eine heftige Tube. Es ist ein Stück zu paddeln und die Strömung solltet ihr ebenfalls nicht unterschätzen. Aufgrund der exponierten Lage ist der Spot sehr anfällig für Wind, und man muss schon Glück haben einen perfekten Tag hier zu erwischen.

 2) Doolin Point

Break: Rechte,Shifting
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 3-5
Schwierigkeit: Fortgeschritten


In die Bucht läuft eine sehr schöne Rechte. Aufgrund einer Klippe ist der Spot gut gegen den Wind aus Süd geschützt. Der Untergrund besteht aus einer großen, flachen Felsplatte, teilweise mit runden und etwas eckigeren Ausspülungen. Parkmöglichkeiten gibt es hier einige, da sich gleich nebenan der Anleger für die Fähre nach Aran Islands befindet.

 3) Lahinch

Lahinch Beach

Break:
Shifting
Untergrund: Sand
Crowdfaktor: 4-6
Schwierigkeit: Anfänger


Ein Langer Sandstrand, der beim „Shit Creek“ Rivermouth Break anfängt (Hier soll es noch ein Riff geben, das wir aber nicht gefunden haben) und durchgeht bis zum eigentlichen Ort Lahinch. Hier findet ihr ebenfalls die ein oder andere Surfschule im Wasser. Wenn man in County Clare von Crowds sprechen kann, dann sind die hier zuhause.


Lahinch Left

Break: Linke
Untergrund: Fels
Crowdfaktor: 4-6
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Am südlichen Ende der Lahinch-Bucht wird es felsig. Entlang der Felsen bricht eine schöne lange Left. Es kann schon mal etwas stärkere Strömung geben, die einen aus dem Lineup zieht.

 4)Cornish Left

Break: Linke
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 4-6
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Vor Lahinch Left kommt direkt Cornish Left. Einstig ist der selbe wie bei Lahinch, ihr müsst nur mehr paddeln. Cornish ist schneller und etwas tubiger , läuft aber bei den gleichen Bedingungen wie Lahinch.

 5) Cregg/Moy Beach

Break: Shifting
Untergrund:
Sand/Geröll
Crowdfaktor: 3-5
Schwierigkeit: Anfänger


eine kleine Bucht etwas südlich von Lahinch gelegen. Hier bricht es nur, wenn es einen großen Swell gibt, sonst ist es hier relativ platt. Oberhalb vom Beach, auf der anderen Straßenseite, gibts Mobile-Homes zu mieten.

 6) Green Point

Break: Rechte
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 2-5
Schwierigkeit: Fortgeschritten


Ein Spot der fast jeden Swell abbekommt und auch fast jeden Swell hält. Hier sollen Leute schon Barrels mit bis zu 6m abgestaubt haben. Da der Spot so exponiert liegt, ist aber ebenfalls anfällig für Wind und mit dem Auto ist er leider nicht erreichbar. Also eher was für Abenteurer.

 7) Spanish Point

Break: Rechte/Shifting
Untergrund:
Fels/Sand
Crowdfaktor: 2-5
Schwierigkeit: Fortgeschritten/Anfänger


Hier gibt es insgesamt 4 Spots. Davon 3 Points und einen Beachbreak

Outside Point
Hier gibt es einen kleinen Weg, der an einem Parkplatz endet. Hier den Wagen stehen lassen und den Rest zu Fuss zurücklegen. Wieder ein sehr exponierter Spot der zwar viel Swell abbekommt, aber ebenfalls viel Wind. Es soll ähnlich wie Green Point selbst großen Swell halten können. Nur für Fortgeschrittene zu empfehlen.

Middel Point
Die beste und meistgesurfte Welle hier. Nicht ganz so windanfällig wie der Outside Spot, und die Wellen brechen hier meist größer als am Inside Point oder am Beach. Der Peak shiftet leicht und es gibt Strömungen, Augen also aufhalten. Dafür kann man hier schöne lange, teils steile Rechte und eine nicht ganz so lange aber schnelle und steile Linke abstauben. Parken kann man hier direkt an der Strasse bei der kleinen Seitenbucht . Wieder ein Spot mehr für die Fortgeschrittenden.

Inside point.
Braucht schon einen etwas fetteren Swell damit hier eine Surfbare Welle bricht.

Beach
Ein netter kleiner Beachbreak an dem man die ein oder andere Welle abstauben kann, wenn die Points zerblasen sind oder es einfach nur groß ist.

 8) Doughmore

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 2-4
Schwierigkeit: Anfänger


Ein fetter Beachbreak. Wenn hier keine Welle bricht, dann bricht nirgends eine. Am Nordende soll es noch ein fieses Riff geben. Es ist ein wenig schwierig zum Spot zu kommen. Wenn ihr an der Hauptstr. die Einfahrt zum Doonbeg Golf Club seht, fahrt da rein. Nach ca. 800m kommt auf der Linken Seite ein kleines weißes Haus, hier könnt ihr parken, da extra ein Weg für Surfer angelegt wurde um den Golfplatz zu passieren.

 9) Doonbeg

Break: Linke
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 2-6
Schwierigkeit: Anfänger/Fortgeschritten


Aufgrund der Lage bekommt hier nur wenig Swell an, dafür sind hier bei Westwind meist optimale Offshorebedingungen. Wenn also ein fetter Swell auf die Küste trifft und ihr kein Bock auf Monsterwellen habt, schaut hier vorbei. Parken könnt ihr direkt am kleinen Hafen mit dem alten Wehrturm.

 10) Killard

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 2-4
Schwierigkeit: Anfänger


Läuft unter ähnlichen Bedingungen wie Doonbeg, bekommt aber ein bischen mehr Swell ab und ist ein netter kleiner Beachbreak.

 Donegal Bay


Der Surf:

Auf
Grund der Lage brauchen die Spots im Norden der Bay schon einen richtig schönen Westswell um überhaupt zu laufen. Die Spots westlich von Sligo haben auf Grund ihrer Ausrichtung nach Norden oft perfekte Offshore-Bedingungen.


 1) Rossnowlagh



Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 3-5
Schwierigkeit: Anfänger


Schöner Sandstrand der gute Wellen produzieren kann, die aber nicht so kraftvoll brechen wie bei Tullan

 2) Tullan

Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 5-8
Schwierigkeit: Fortgeschritten/Anfänger


Ein sehr konstanter Spot, der verschiedene Swellrichtungen verträgt. Wenn alles andere platt ist, sollte man Tullan einen besuch abstatten.

 3) Bundoran


Break: Left
Untergrund:
Fels
Crowdfaktor: 6-8
Schwierigkeit: Fortgeschritten/Pro


Einer der besten Spots in Irland, wenn nicht sogar einer der besten Europas. Eine schöne lange Left rockt bei Lowtide und wer keine Angst hat kann sich auch an einer kurzen Rechten erfreuen.

 4) Streedagh


Break: Shifting
Untergrund:
Sand
Crowdfaktor: 3-5
Schwierigkeit: Anfänger


Langer Sandstrand, der gelegentlich sehr schöne, kraftvolle Wellen produziert.





Dir haben diese Informationen geholfen? Du hast sicher noch andere Spots gefunden als die, die hier beschrieben werden. Stelle Dein Wissen den Anderen zur verfügung, so wie sie es für Dich getan haben. Der Spotreport soll wachsen! Viel Spass auf deinem Trip wünschen Oli, Micha und die Community von Epicsurf!