|
Oli interviewt gern mit vollem Mund ;-)
|
Epicsurf: Hi Garvey, erzähl mal ein wenig über dich (wann und wie bist Du zum Surfen gekommen, was machst du sonst noch, wo warst du schon überall..... )
|
|
Garvey: Irgendwie fing alles schon sehr früh an, so etwa mit 10 Jahren auf der Luftmatratze im Mittelmeer bei Salou, Costa Brava/Spanien. Da habe ich aber eigentlich nur Blut geleckt. Das erste Mal auf einem richtigen Brett war ich 1985, mit 14 in Anglet, nachdem ich meine Eltern so lange belabert habe, bis wir im Sommerurlaub vom Mittelmeer aus in einer Nacht nach Biarritz fuhren. Ich hatte durch Zufall gehört, dass es da möglich ist, richtig zu surfen. Vorher dachte ich das geht nur auf Hawaii. Meine Eltern wollte mir aber leider kein eigenes Brett kaufen, da es damals so um die 400 DM hätte kosten sollen. Dann ging es erstmal auf einen Windsurfer auf die Talsperren im Sauerland (Möhnesee, Sorpesee) bis meine Windsurfkumpels, die etwas älter waren, ihren Führerschein hatten. Also mit 17 ab nach Scheveningen in einem uralten Ford Transit, der meinem türkischen Freund gehörte. So richtig schön mit Bommels im Fahrerhimmel. Ich weiß noch wie heute, als wir die Uferpromenade entlang führen und ich aus dem Augenwinkel plötzlich jemanden auf einer Welle sah. Von da an gab es kein Halten mehr! Windsurfer in die Ecke und so schnell wie möglich ein Wellenreiter am Start. Ein Jahr später, drei Wochen nach meiner bestandenen Führerscheinprüfung, ging es dann mit dem riesigen Wohnmobil meiner Eltern nach Frankreich und nach Mundaka. In der damaligen aktuellen Ausgabe von “Surfing“, wurden die besten Spots vorgestellt und darunter auch Mundaka. Ein paar Wochen später waren wir dann da und bekamen tierisch Haue von den Wellen. Aber es war ein Wahnsinnserlebnis!
|
|
Epicsurf: Wie bist du vom Surfen zum Kneeboarden gekommen und was hältst du davon, das es jetzt bei den Meisterschaften keine extra Kneeboard-Contest mehr gibt.
|
|
Garvey: Vor etlichen Jahren habe ich einmal durch Zufall bei einem Kumpel Christall Voyager gesehen. Mein Kumpel hatte sich das Video besorgt, weil es die ganze Zeit mit Pink Floyd Musik unterlegt war. Aber hauptsächlich ging es dabei um die Geschichte wie George Greenough sein Segelboot zusammenbastelt, seine ersten wassertauglichen Surfkameras testet und mit Luftmatratze und seinem Spoon (Kneeboard) in den kalifornischen Wellen abgeht. Diese Ästhetik und das ganze Flair des Films beeindruckten mich damals sehr. Als ich dann zum ersten Mal zur DM kam (Jahr 1996), sah ich dass es solch eine Disziplin wirklich gab. Und somit ging das dann los...
|
Garvey beim Eurosurf 2001
|
|
Ich bin eigentlich immer das ganze Jahr über im Stehen gesurft, entweder auf meinem Longboard oder meinen Sticks wenn ich mit den Jungs im Winter am traveln war. Nur vor den Meisterschaften habe ich dann intensiv auf dem Kneeboard trainiert.
Durch das Kneeboarden habe ich jede Menge sehr guter Freunde in der ganzen Welt kennen gelernt, mit denen ich auch weiterhin Kontakt habe. Kneeboarden macht echt Bock, vor allem in größeren und steilen Wellen. Jeder der über Kneeboarden lästert, hat meiner Meinung nach keine Ahnung vom Surfspirit. Es kommt doch nicht darauf an mit was für einem Gefährt man sich in den Wellen aufhält, hauptsache man hat seinen Spaß und respektiert die Natur und die anderen Surfer. Ich sehe mich somit als einen absoluten “Allrounder“. |





