Hawaii sur Ruhr - Sommer Session

Über den Klimawandel und seine Auswirkungen wird in der letzten Zeit ja viel gesprochen. Eine dieser Auswirkungen sind bestimmt die immer feuchter werdenden Sommermonate in unseren Breiten. Vor etwa 4-5 Jahren hat der Regen die Flüsse bei uns anschwellen lassen, halb Ostdeutschland wurde überflutet, aber auch die Flüsse in NRW waren voll bis oben hin. Damals rockten Garvey und ich schon ein kleine Welle an der Lippe, für die sich sogar ein Fernsehsender interessierte.
Diesen Sommer gab es zwar keine so großen Überschwemmungen, aber die Flüsse in NRW waren voll, wie seit damals nicht mehr. Lippe, Lenne, Ruhr und alle Zuflüsse waren voll, die Möhnetalsperre ist erstmals wieder seit 1984 übergelaufen - Hochwasseralarmstufe 4!!! Für uns hieß es: Flusswellen checken. Und tatsächlich, die eine oder andere Welle lief. Natürlich war es aufgrund des Hochwassers noch zu gefährlich, sich ins Wasser zu begeben. Zum einen trieben komplette Bäume und anderes Zeug die Flüsse runter, zum anderen war auf allen Flüssen striktes Befahrverbot auf Grund der Hochwassersituation.
Die Kanustrecke bei Hohenlimburg ist komplett überspült und im Fluss treiben ganze Bäume
Die Kanustrecke bei Hohenlimburg ist komplett überspült und im Fluss treiben ganze Bäume
Ebenfalls landunter an der Ruhr
Ebenfalls landunter an der Ruhr
Am Besten lief natürlich "Hawaii sur Ruhr", das Schmuckstück an Flusswelle in NRW. Allen kribbelte es in den Fingern, es wurde aber gemeinsam beschlossen, an diesem Tag nicht ins Wasser zu gehen, um ein mögliches, komplettes Surf-Verbot durch die Ordnungsbehörden zu vermeiden. Wie es aber so ist, ein paar wussten es besser und versuchten es trotzdem. Sie waren der Meinung , sich nicht in Gefahr zu begeben. Interessant hierbei war: der Typ, der das von sich gab, stand wohl vorher noch nie auf einem Surfbrett.
Am nächsten Tag wurde dann der Hochwasseralarm zurückgestuft. Jetzt waren die Flüsse frei. Neben einigen Kanufahrer trudelten nach und nach immer mehr Surfer an der Ruhr ein. Neben der üblichen Truppe um Crank und Epic waren auch neue Gesichter am Start, Philip von den Siegsurfern, bekannte Gesichter und Freunde, die man eigentlich an so einem Wochenende in Scheveningen vermutet hätte, aber auch unbekannte Leute die sich auf die Suche nach der Welle begeben haben. Den weitesten Weg hatte aber von allen Dain aus Australien. Zugegeben, er ist nicht direkt wegen der Welle in Europa, aber er hat sich gemeinsam mit Garvey aus Scheveningen auf den Weg in den Pott gemacht, um die Welle zu surfen.
Garvey
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Bozo
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