Warum man ausgerechnet im Winter in Canada solch einen Event ins Leben ruft, erklärt sich durch die Besonderheit der Welle. Skookumchuck entsteht durch die Gezeiten. Die Welle bildet sich an einer schmalen Stelle, die Skookumchuck Narrows genannt wird und den Pazifischen Ozean und ein großes Meerbassin verbindet. Genau genommen ist besagte Welle also gar keine klassische Flusswelle, sondern wird durch die Strömung aufgrund der Gezeitenunterschiede hervorgerufen. Und eben in dieser Novemberwoche gibt es die größten Gezeitenunterschiede im Jahr und somit eine Strömung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Knoten.

Eine ganz besondere Herausforderung also für die deutsche Crew. Die sehr schnelle und hohe Welle in Kanada lässt die Welle am Münchner Eisbach fast schon wie eine Spielzeugwelle erscheinen. Und während man im Englischen Garten in München locker vom Rand auf sein Board springen kann und los gehts, ist die Vorbereitung für Skookumchuck deutlich umfangreicher.

Zunächst gab es für alle Rider ein Security-Meeting, bei dem vielen das Herz schon in die Hose rutschte. Grosse Wassermassen an engen Stellen bringen neben Wellen auch andere, unerwünschte Effekte, wie z.B. starke Strudel, die für lange hold downs von bis zu 90 Sekunden sorgen können.

Die beste Möglichkeit in die Welle zu kommen, ist die Nutzung eines Taxis in Form eines Jet Skis. Dabei fährt der Jet Ski entweder in die Welle und der Surfer springt ab und macht anschließend einen Take Off oder der Surfer wird mit einer Tow In-Leine in die Welle gezogen. Da die Fliessgeschwindigkeiten sehr hoch sind, steht hinter der Welle ein zweiter Jet Ski zur Verfügung, der den Surfer nach Verlassen der Welle wieder herausfischt. Hierbei werden von den Jet Skifahrern ähnlich gute Skills verlangt, wie beim Big Wave Surfen, da zwischendurch immer wieder Passagen auftauchen, die auch den Jet Skis gefährlich werden können. Hier sorgten die Lifeguards Steve Fagan und James Mole, die sonst Profis wie Laird Hamilton und Kelly Slater aus den Big Waves holen für sichere Rückendeckung.

Gerry
Gerry
Doch was sind nun die Hauptunterschiede zwischen dem Eisbach und Skookumchuck. Dazu Gerry: "Skookumchuck hat viel mehr Power und ist viel größer als der Eisbach. Es kommt dem Meersurfen näher und man kann die Turns länger ausfahren". Stellt sich die Frage, welche Welle er lieber bei sich im Garten hätte. Gerry: "Beim Eisbach kann man mal schnell zwischendurch surfen gehen und wenn wenig los ist, kann man in der Stunde 20 bis 30 Runs haben.

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