Das Fort Bou-Jerif ist echt eine kleine Oase. Nach einigen Minztees und einer Befreiungsaktion unseres 'Unterbodens' von Kakteen nehmen wir die Fahrt wieder auf in Richtung Küste.

Am nächsten Morgen brettern wir der Küste entlang ohne einen vernünftigen Spot ausfindig zu machen. Nach einer Weile kommt uns ein halb ausgetrocknetes Flussbett in die Quere und es sieht nach keinem rüberkommen aus. Wir fahren einige Kilometer den Fluss hinauf, bis wir eine Stelle finden wo wir mit dem Jeep Übersetzen können. Unten am Flussufer angelangt checke ich die Wassertiefe und den Untergrund. Unser Jeep ist mit zweieinhalb Tonnen nicht gerade ein Fliegengewicht und ich habe wirklich keine Lust, im Fluss stecken zubleiben. Auf der anderen Seite geht ein Track sehr steil hoch. Es macht mir schon Sorgen, wie wir mit den nassen Reifen den Track hochkommen werden. Mit viel Schwung brettern wir durch's Wasser und direkt den steilen Hang hoch. Leider reicht es nicht ganz, so dass wir wieder ins Bachbett zurücksetzen müssen.
Wir räumen unser Fahrzeug total aus, lassen die Luft in den Rädern bis 0.8 Bar ab und befestigen im oberen Drittel des Hangs Sandbleche. Erneuter Versuch. Scheiße, es fehlt noch ein kleines Stück, wieder nicht geschafft! Beim dritten Versuch kann ich den Jeep oben auf dem Plateau absetzen. Jetzt müssen wir 'nur' noch das Material, welches unten geblieben ist, hoch schaffen. Nach der ganzen Plackerei entspannen wir uns bei einem kühlen Bier, Ramadan hin oder her.
Am späten Abend kommen wir ziemlich fertig am Plage Blanche an. Ein einheimischer Fischer meint, man kann auch mit dem PKW über eine relativ gute Piste via Guelmin-Sidi Sabj Plage Blanche erreichen. Wir verweilen ohne einen Surf zu haben zwei Tage am Strand. Ich frage mich wirklich, wer so einen Müll rauslässt, dass es hier gute Wellen hat. Außer dass die Fischer mir erzählten, dass es immer wieder Haisichtungen vom großen Kaliber gibt, habe ich nichts Interessantes an diesem Teilstück von Plage Blanche herausgefunden.

Wir setzen unsere Fahrt fort Richtung Cap Dra. Unterwegs fällt uns auf, dass der Swell zunimmt. Es wird sicher eine gute Surfsession am Cap werden. Aber am Cap angekommen entpuppt sich der Spot als nicht surfbar.

Wir entschließen uns, hoch nach Tan Tan zu fahren um eine Auberge aufzusuchen und wieder mal warm zu duschen. Es lässt sich schwieriger an als wir dachten und nach unzähligen Aubergebesichtigungen schaffen wir es doch noch und können uns den Luxus leisten, mehr oder weniger warm zu duschen...
Am Morgen gehen wir noch auf den Suk (Markt) und decken uns mit Datteln und Chops (Brot) ein. Auf der Teerstrasse fahren wir Richtung El Quatia, aber schon nach wenigen Kilometern biegen wir von der Strasse ab und fahren über eine Schotterpiste nordwärts an die Küste. Es nimmt uns ungemein Wunder ob wir einen Spot zwischen Cap Dra und El Quatia finden. Nach mühseligen Rüttelpartien kommen wir an der Küste an. Wir haben das Glück, das wir genau zur richtigen Tide an einen Spot gelangen wo ziemlich was reindrückt. Petra meint nur, es ist ihr zu heftig. Ich will den Spot eigentlich länger beobachten aber mein Adrenalinspiegel steigt bei den Aussichten so an, dass ich einfach rein muss! Die Wellen kommen in schönen Siebner- Sets mit ca. fünfminütigen Abständen.
Als ich die erste Welle anpaddle, sehe ich, dass die Welle sehr schnell ist und die Inside schnell zumacht. Nach der ersten Welle merke ich auch, dass das 6,4er eher zu kurz für die großen Klopfer ist und wechsle auf ein 7,6 Semigun. Das ist eine der schönsten und besten Sessions, die ich seit dem Start hatte! Nach dem surfen verbringen wir den Rest des Tages damit, die Umgebung zu inspizieren, um noch mehr gute Spots zu finden.

Am nächsten Tag lässt der Swell etwas zu wünschen übrig. Es laufen nur noch kleinere Wellen, aber Ideal für uns beide. Wir haben zusammen einen echt guten Surf bis sich das Wetter abrupt verschlechtert und ein ziemlich starker Wind vom Atlantik her aufkommt. Ich weiß, wenn vom Süden oder vom Atlantik her ein Sturmtief kommt, dass es sich ziemlich lange halten kann, bis sich das Wetter wieder bessert.
Marokko Taghazout
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Ari Giorginis, Surfcamppionier auf Bali
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Seit 1995 organisiert Ari Surftrips rund um Bali. Mittlerweile gehören die von ihm gegründeten Kima Surfcamps zu den bedeutendsten Surftravel Agenturen Europas. 2009 eröffnete er sein 3. Camp, das Green Room Hotel in Canggu auf Bali. ...mehr
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