Summasumarum erinnert mich München 2010 an die kalifornischen Crowds , die man im Surffilmklassiker Crystal Voyager bewundern darf. Am besten sollte ich mir genau wie der Protagonist des Films ein Boot bauen und in See stechen auf der Suche nach neuen Spots. Nur eben nicht auf einem Meer, sondern die Isar runter bis zur Donau und dann immer dem Regen und der Schneeschmelze hinterher. Und vielleicht wird mein Schiff die Schweiz ansteuern. Dort hat der Eidgenosse Claudio mit seinen Freunden relativ unbemerkt einen Meilenstein für unseren Sport gelegt. Sie schmissen eine Rampe in einen Kanal, auf dem sich nicht mal das Wasser kräuselte. Auf einmal hat sich hinter der Rampe eine Welle aufgebaut. Alles zu bewundern auf Youtube. Natürlich war sie nicht so steil und groß wie der Eisbach, aber die Schweizer traten den Beweis an, dass sie surfbar ist. Genau diese Entwicklung sollte meiner Meinung nach die Industrie unterstützen, wenn Sie unseren Sport wirklich pushen und nicht ausnutzen will. Es reicht nicht wie bisher Contests und Projekte zu supporten, aus denen sie einen unmittelbaren Nutzen ziehen kann. Wir sind an einem Punkt angekommen an dem sie tiefer in die Tasche greifen sollte um neue Wellen zu fördern, von denen sie und wir auf Dauer profitieren. Und was könnten wir Surfer dazu beitragen? Wir sollten uns nicht mehr so billig verkaufen. Wenn ich ein Contestveranstalter wäre, würde ich von der Industrie 5000 Euro Sponsorengelder pro Contest verlangen. Mit diesem Geld sollten wir einen Fond einrichten, mit dem wir neue Wellen finanzieren. Als Dank für den Eisbachkinofilm sollte die Industrie auch noch mal ne Stange Geld in diesen Fond einzahlen. Vor allem sollten wir Surfer nicht weiter auf dem Standpunkt beharren, dass eh schon alles egal ist. Natürlich können wir nicht den Rollback vollziehen und unsere Spots komplett aus den Medien heraushalten. Aber wir sollten uns immer die Frage stellen, wem unser Handeln nützt. Und dementsprechend sollten wir handeln.
Text: Micky Dora (der echte Names des Autor ist natürlich der Redaktion bekannt, er bat aber darum nicht veröffentlicht zu werden)

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