Pflege meines Quivers

Bei kaum einer anderen Sportart ist das Material solch extremen Strapazen und Belastungen ausgesetzt wie beim Surfen. Die starke Sonneneinstrahlung, Salz, Sand, hohe Lufttemperaturen und kaltes Wasser setzten eurem teuren Material anständig zu, ohne das ihr auch nur ein einziges Mal gefahren seit. Hier wollen wir euch ein paar Tips und Hinweise geben, damit eure Boards, Neos etc. nicht gleich nach der ersten Saison aufgrund falscher Pflege in die Binsen gehen.

Wenn euer Stuff lange hält, schont ihr damit nicht nur eure ständig klamme Geldbörse, sondern auch die Umwelt, denn sind wir mal ehrlich, Surfboards und Neo bestehen nicht gerade aus den umweltfreundlichsten Materialien, da kann uns die Industrie noch so viel erzählen.
Fangen wir mit dem Neo an:
Salz ist, wir ihr bestimmt wisst, sehr aggressiv, daher ist es wichtig den Neo und alles anderen nach einer Surf-Session wenn möglich mit Süßwasser gründlich auszuspülen. Oft reicht es auch schon, wenn ihr euch mit dem offenen Neo direkt unter die Stranddusche stellt, so habt ihr auch gleich das nervige Salz von der Haut.

Wenn ihr beim Ausziehen Sand in oder an den Neo kommt, am besten auch gleich wieder ausspülen. Der Sand ist wie Schmirgelpapier und Ihr scheuert damit, wenn ihr Pech habt, euren Neo kaputt und wenn es hart auf hart kommt sogar euch. Letzteres ist dann zudem besonders fies und kann eine Session total ruinieren.

Viele meinen, gerade wenn man in den Neo pinkelt, sollte man ihn öfters mal mit Shampoo oder Seife auswaschen. Man kann sich auch für teuer Geld einen Spezial-Reiniger kaufen, meiner Meinung alles Quatsch, ich hab das noch nie gemacht, da ich immer meinen Neo nach (fast) jeder Session ausspüle. Der Gestank kommt meist daher, dass der Neo nicht ausreichend getrocknet wurde und sich deshalb Bakterien bilden, die dann stinkende Gase produzieren.

So ist es richtig, halbschatten, auf einem Bügel freihängend
So ist es richtig, halbschatten, auf einem Bügel freihängend
Wenn ihr den Neo jetzt also sauber habt, wie trocknet ihr ihn? Bitte bloß nicht in die pralle Sonne hängen oder legen, das UV-Licht lässt das Neopren spröde und brüchig werden und von dem teuren neuen Superultra Flex eures Marken Neos bleibt nichts mehr übrig. Hängt euren Neo am besten auf einen Bügel im Halbschatten an einer luftigen Stelle in den Wind mit der Innenseite nach außen.

Wenn ihr euren Neo dann sauber und trocken einpacken wollt, knickt in am besten nicht, rollt ihn zusammen. Auf die Dauer bekommt euer Neo an den Knickstellen Risse. Wenn ihr euren Neo zuhause dann wieder für längere Zeit verstauen müsst, lagert ihn am besten gerollt oder besser noch auf einen breiten Bügel aufgehängt vor UV Licht geschützt und vor allem trocken in einem Schrank.
Als nächstes wollen wir uns die Pflege des Surf-Boards kümmern.
Eigentlich gilt hier nach der Session das gleiche wie beim Neo. Ab unter die Dusche und das Board mit Süßwasser abspülen um es von Sand und Salz zu befreien.

Danach gehört das Brett, wenn ihr noch am Strand bleibt, in eine Boardsocke oder in ein Boardbag um es vor der Sonne und dem Sand zu schützen. Achtet darauf das ihr das Brett am besten immer mit der gleichen Seite in die Socke oder Bag schiebt, sonst kann es sein, das ihr bald auch eine gewachste Boardunterseite habt.
vorbildlich, in Daytravel Boardbag und im Schatten, besser geht's nicht
vorbildlich, in Daytravel Boardbag und im Schatten, besser geht's nicht
Selbst wenn ihr das Brett jetzt in einer Hülle am Strand habt, versucht es nicht unbedingt in die pralle Sonne zu legen. Wenn es nicht anders geht, und ihr ein Boardbag habt, das Bag mit der silbernen Seite nach oben und die Wachsseite des Brettes nach unten hinlegen.

Die coolen Kids und Pros rammen oft ihr Brett mit der Spitze voran in den Sand, macht das nicht, ihr wisst nicht ob sich nicht doch ein Stein etwas tiefer im Sand verbirgt und schon ist die Nose im Ar….. . Wenn ihr euer Brett so am Strand ohne passende Hülle habt, mach zwei kleine Sandhaufen im Abstand von Nose und Tail und legt es mit der gewachsten Seite nach unten drauf, oder nehmt eure Schlappen/Schuhe dafür.
Bali , September 2005
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