Taghazoute im Wandel

"Geschafft, jetzt kann es nur noch besser werden" dachte ich bei mir, als das Flugzeug mit meiner Freundin und mir am 30.12.03 im verregneten Düsseldorf in Richtung Marokko abhob. In 4-5 Stunden gibt es die erste Session bei Panoramas. Eine mehr als arbeitsreiche Woche lag hinter mir und der Urlaub stand bis kurz vorher noch auf Messerschneide. Auch ein günstigen Flug zu bekommen war dieses Jahr unmöglich, 275€ + 15€ Board, dass ist fast soviel wie in den beiden Jahren zuvor zusammen.
Die Küste von Marokko
Die Küste von Marokko
Aber egal, ich saß im Flieger und das war das was zählt und eine paar Bekannte warteten schon auf uns um fette Sessions bei Anka und Killers zu rocken. Dies Jahr hatte ich sogar ein Zimmer und ein Taxi, dass uns nach Taghazout bringen sollte, vorbestellt. Abgesehen davon, dass meine Boards das letzte Gepäckstück war was ausgeladen wurde und dass das Taxi anstatt 250 DH 300 DH kostete, sind wir gut angekommen.

Natürlich flitze ich als erstes auf die Dachterrasse um den Swell von Panoramas bis Anchor Point zu checken. Nada, Null, Nijente, nicht das kleinste Wellenkräuseln, obwohl die Swellvorhersage einen netten Swell vorhergesagt hatte. Heike und Mo, die einen Tag eher geflogen waren meinten das sie gestern noch Mysteries gesurft sind, der Swell aber da schon verdammt klein war.
von links nach rechts: Barbara, Tschetan, Mo, Heike, Britta, Micha
von links nach rechts: Barbara, Tschetan, Mo, Heike, Britta, Micha
Später am Abend trafen auch Barbara, Tschetan, Kerstin und Tilo ein, alles verdammt gute Surfer am Eisbach und natürlich auf dem Meer. Sie waren den ganzen Tag in Tamri, einem Beachbreak nördlich von Taghazout und hatten überkopfhohe Wellen. Das musste der Swell sein, den ich im Internet gesehen hatte.
Am nächsten Morgen standen wir dann auch auf den Klippen bei Tamri. Es brachen wirklich teils Wellen von 2m +, aber von einer sauberen Brechung, trotz Offshore, keine Spur. So in etwa sah dann unsere erste Woche aus, jeden Morgen früh raus, um noch einen nicht zu überfüllten Bus nach Tamri zu ergattern, den ganzen Tag Wellen surfen die eher einem schlechten Tag in Frankreich ähnelten und sich Abends in einem genau so vollen Bus 45 Minuten zurück nach Taghazout kesseln zu lassen.
Wenigsten, dachte ich mir, könnte ich in unserem Stammrestaurant in Taghazout wieder lecker essen. Aber auch daraus wurde nichts, die haben doch glatt das komplette Gebäude abgerissen . Aber Glück im Unglück, das Restaurant Florida, neben unserem Ex Restaurant war noch offen. In Taghazout hat sich einiges getan seit meinem letzten Besuch vor nicht ganz einem Jahr.
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