Gerry Schlegel: Eisbachsurfer und Wellenschlitzer

Gerry Schlegel ist einer der Multitalente in der Deutschen Surfszene. Er fühlt sich auf Flusswellen genauso wohl wie auf dem Meer, wobei es ihm egal ist wie groß oder klein die Welle ist, er versucht immer das Optimum aus den Bedingungen rauszuholen.

Ein Interview zu bekommen war gar nicht so einfach, da er immer viel Unterwegs ist. Wir haben ihn jetzt gerade nach einem ausgedehnten Kanaren Trip erwischt.
Gerry Schlegel, photo: flohagena.com
Gerry Schlegel, photo: flohagena.com
Epic: Hallo Gerry, erzähl mal bitte als erstes etwas über dich. Wie alt bist du, wann hast du mit dem Surfen angefangen.

Gerry: Also ich bin 28 Jahre, (noch immer) Informatikstudent und sozusagen ein echtes Münchner Kindl. Das Surfen hab ich mit 14 Jahren angefangen, damals war ich schon immer mit dem Bodyboard am Eisbach unterwegs. So richtig fanatisch ging's dann aber doch erst ein Jahr später los.
Gerry auf dem Eisbach, photo: flohagena.com
Gerry auf dem Eisbach, photo: flohagena.com
Epic: Du bist einer der besten Flusssurfer weltweit und seid nun fast 3 Jahren bei Riversurfcontests ungeschlagen. Was fasziniert dich so am Flusssurfen?

Gerry: Erstens viel schnell bewegtes Wasser und zweitens dass man den Sport quasi jeden tag und auch zu jeder Tageszeit ausüben kann. Dass man oftmals längere Zeit die selben Conditions vorfindet um sein surfen bzw. seine Tricks zu perfektionieren. Usw.
Epic: Welche ist deine Lieblingsflusswelle und welche Flusswelle möchtest du noch gerne mal surfen?

Gerry: Jede Flusswelle hat ihren eigenen Reiz. Bei manchen bist du froh wenn du lebend wieder an Land kommst bei anderen geht’s nur darum Tricks zu machen, bei wieder anderen ist es einfach cool einfach da zu sein und die Natur zu genießen. Am liebsten würde ich alle Flusswellen surfen, dass Ziel ist in etwa aber so utopisch wie alle Wellen im Meer surfen zu wollen.
Gerry, Skookumchuck, photo: pipelinepictures
Gerry, Skookumchuck, photo: pipelinepictures
Epic: Letztes Jahr warst du viel unterwegs und hast riesige Flusswellen in Frankreich und Kanada gesurft. Wie habt ihr euch darauf vorbreitet und wie fühlt man sich, wenn man vor so einer Welle steht?

Gerry: Als erstes brauchst du mal Erfahrung was (richtige) Strömungen anbelangt. Man muss also vorher wissen wo man im Fluss sein darf und welche Bereiche man meiden muss. Einfach so Reinspringen is nicht. Dann sollte man gerade bei einer Erstbefahrung auf das schlimmste gefasst sein, heißt in einen Rücklauf zu geraten.
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