Zum Abendessen fuhren wir in eine grosse Bucht, da dort die See ruhiger ist warteten wir bis mitternacht auf die Flut um die 12 stunden fahrt nach Sumba zu beginnen. Beim Zähneputzen an Deck, war man von Lichtern umzingelt, von oben ein mächtiger Sternenhimmel und im Wasser Plancton dass bei jeder kleinsten Bewegung leuchtete. Auf dem Weg zu meinem nächtlichen Gang aufs Klo blieb mir für einen Moment der Atem stehen: keiner am Steuerruder, der Kapitän schlief seelenruhig daneben, bei voller Fahrt. Ich habe es mir eine Weile angesehen, bis es auf einmal piepste "der Autopilot", ohne Worte :-)

Morgens waren alle schon sehr früh wach und wir fieberten vor Aufregung. Angekommen in Sumba, der erste Spotcheck. Pero, normalerweise eine lange Linke und auf der anderen Seite der Bucht eine heftige schnelle Rechtswelle. Der Swell reichte aber nicht aus. Knapp zwei Stunden Fahrt lag der nächste Spot. Und die Fahrt hat sich gelohnt. Eine perfekte Left, moderater Grösse mit leichtem sideoffshore wind. Keine Menschen/Surferseele, vom Wasser aus blickte man auf eine Palmenlandschaft. Zwischendrin ein paar Hütten, es war Wainyapu, ein kleines Dörfchen, die Welle trägt den gleichen Namen. Nach einer ausgiebigen Session, ging es wieder an Board.
Sonni Hönscheid
Sonni Hönscheid
Iballa Moreno
Iballa Moreno
Hatten wir ein Glück das Iballa ein riesen Tunfisch bei der Fahrt geangelt hat, den gab es jetzt nämlich zum Mittagessen. Mit neuer Power und einer dicken Schicht Sonnencreme bewaffnet ging es wieder ins Wasser. Die Wellen sind bei weniger Wasser kraftvoller und hohler. Nach dem Surf zeigte Klaus uns unsere Route auf einer Seekarte was uns noch alles für Spots erwarten.Der erste Tag lässt schon klar werden, dass dies ein unvergesslicher Trip wird.
Am nächsten Morgen war der Swell etwas kleiner, daher schlug Klaus vor, dem kleinen Dörfchen einen Besuch abzustatten und uns lieber etwas später in die Wellen zu stürzen, wenn das Wasser abgelaufen ist. Das Dingi fuhr uns bis auf den Strand wo auch schon die Einwohner des Dorfes auf uns warteten. Die meisten von Ihnen sahen aus, als hätten sie gerade eine Tube Ketchup auf ex getrunken, denn sie kauten auf den sogenannten "Betel Nüssen" rum. Eine sehr farbechte rote Nuss, die an Areca Palmen wächst und zusammen mit Siri und Kalk gekaut wird, anscheinend soll es erfrischend & stimulierend wirken.
Sie fürten uns zu ihrem kleinen bescheidenen Dörfchen, es bestand aus
Holzhütten, zwei drei Ställen mit ein paar abgemagerten Hühnern und einem agressiven Bullen, aber was am meisten auffiel waren die riesigen Gräber. Nach unserem Besuch, stürzten wir uns gleich in die Fluten. Es war klein aber fein, sehr fein.Dieses mal teilten wir uns die Wellen mit zwei Locals, sie kamen aus Nihiwatu, einer erklärte uns mit einem Lächeln "das ist nur zwei Fahrradstunden von hier entfernt".
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