Locals

Das Surfforum für alle Themen rund ums Surfen, die in keines der Spezialforen passen.

df

Beitragvon df » 15.07.2004, 06:31

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Zuletzt geändert von df am 15.07.2004, 06:33, insgesamt 1-mal geändert.
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ach so is das

Beitragvon die_steffi » 15.07.2004, 06:32

Also nur damit ich das richtig versteh:
wenn du auf schiurlaub fährst, dann gehst du Essen, abends weg, übernachtest in teuren Hotels,...
und wenn du surfen gehst, dann auf dem Campingplatz, nur billigstes Essen und niemals abens in die Lokale......
Na wenn das si is, dann schauts natürlich gleich ganz anders aus. :shock:
Ich hab mich eher an den "Durschnitts"-Schifahrer oder Surfer in unsren Alter gehalten, die immer schaun billig wegzukommen und doch massenweise Spaß haben wollen.

Steffi
die_steffi
 

macht euch mal locker

Beitragvon dudi » 15.07.2004, 16:17

hi leute ich hab mir die beiträge zu diesem thema mal durchgeschaut .sicher soll dieses forum zur diskussion anregen aber habt ihr ichts anderes zu tun als euch in solche einem forum so dum anzumachen oder sogar zu streiten wegen so einem thema .sicher ist das ein problem doch wenn sich jeder vernünftig beniehmt und die andern respektiert ist das sicher keinproblem.ich war zar noch nicht surfen aber der grund dafür , dass es vielen gefällt ist sicher das feeling und der locker spirit den der sport austrahlt .gerade dass wird durch einen kampf um die welle zerstört.surfen soll doch bestimmt ein gefühl von freiheit vermitteln und nicht es schon in anderen sportarten der fall ist nurauf konkurenz getrimpt ist.
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Beitragvon Yeahiee » 04.08.2004, 00:24

Boah, sind hier alle frustriert!! Sly, wat gehtn mit dir? Zu wenig sex oder was oder warum biste hier so am rumkotzen? Hab den Artikel auch gelesen und mit den Schultern gezuckt, denn man kann das nicht so pauschalisieren, finde ich. localism (obwohl bis zu nem gewissen grad und unter gewissen umständen durchaus nachvollziehbar) ist generell erstmal nicht so geil! Zwar hat Gastfreundlichkeit grenzen, näml. wenn sich Gäste nicht als solche verhalten! Aber locals tendieren leider dazu, nicht mehr zwischen den einen und den anderen Gästen zu differenzieren (grenzt schon an regelrechtem Fremdenhass)...und das ist kacke! Immerhin verdienen die betroffenen Länder an den urlaubswütigen Deutschen eine goldene Nase. Mr Portugal wollte mit dem Artikel möglicherweise uns "Gäste" für das problem, das die locals mit uns haben, sensibilieren und somit für ein besseres Verständnis sorgen! Ob ihm das gelungen und inwiefern das überhaupt angebracht ist, sei dahin gestellt. wenn sich beide seiten mühe geben, sollte es eigentlich keine probleme geben...
Yeahiee
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Locals

Beitragvon Meiser80 » 13.08.2004, 23:00

Hi Leute,

sorry aber kann die letzten beiden Meldungen nicht nachvollziehen. Ich sehe zwar eine Diskussion aber wie kommt Ihr auf Frust und gegenseitig dumm anmachen. Und ob wir nix besseres zu tun haben - diese Frage geht gerne zurück an Dich! Ich hoffe diese beiden Nachrichten haben diese rege Diskussion nicht ins stocken gebracht. So laßt uns ruhig weitermachen. Denn ich möchte noch öfters Surfen und mit Locals gut auskommen.

Gruss
Hans
Meiser80
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Beitragvon local » 25.08.2004, 13:34

Bin das, was man einen local nennt... es ist ganz einfach, wenn zu viele leute auf engem raum sind gibts streit. Das ist so, egal ob in der u-bahn, in ner disco oder im line-up. Also nicht ins wasser wenns schon voll ist!! sonst gibts krach. is halt so. die locals die agressiv sind haben ihre ruhe..hoffe nicht, aber bei uns is wohl auch bald so weit
local
 

Beitragvon sly_randy » 26.08.2004, 16:33

aber local, wenn ich doch um die halbe welt reis', um ins wasser zu hupfen, muss ich dann draussen bleiben, nur weil schon viel leute im wasser sind?
ab wann sind denn viele leute im wasser?
sl¥
sly_randy
 

Beitragvon Meiser80 » 27.08.2004, 11:52

hi local,

herzlich willkommen bei dieser diskussion. na wenn es so viel streit gibt wie bei uns in der u-bahn na dann bin ich ja beruhigt. natürlich kommt es vor aber es ist nicht so, daß in der u-bahn nur mehr geschlägert wird. wenn der vergleich stimmt sieht ja die situation gleich viel besser aus. local, wo bist du local?

gruss
hans
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viel zu emotional

Beitragvon Gast » 05.10.2004, 17:45

@frank
Errinnere Dich mal an Deine Anfänge zurück. Wie oft bist Du im Übermut irgendjemand mal reingedropt oder hast jemand gesnakt ohne es zu wissen. Ich gebe Dir recht, dass "low profile" die Maxime sein sollte, aber das gilt für jeden Surfer, egal ob er Cutback, Top- und Bottomturn und vielleicht auch mehr fahren kann oder nicht oder nur gerade die Welle runterjuckt. Es klingt bei Dir nach einer Forderung, dass nur jene das Recht haben im "Pack" zu surfen, die diese Kriterien erfüllen.
Auf der anderen Seite gebe ich Dir rechtm, dass diese sich
Sicher Anfänger tendieren dazu, dass sie immer dorthin paddeln, wo schon x andere Surfer im Line-up sitzen, weil sie denken, dass es dort gut sein müsste, obwohl sie dort offentsichtlich nichts zu suchen haben, was ihren Könnensstand angeht. Leider sind das auch zu oft die Deutschen. Aber wie wär's wenn man einem ruhig ERKLÄRT und ihn mit Argumenten überzeugt, dass er auf dem vielleicht schlechteren Peak mehr vom Surfen hat als im Pack zu surfen, er dort aufgrund der höheren Übungsfrequenz mehr lernen kann, weil er nicht mit 10 anderen um eine Welle paddelt. Immer besser als jemanden anzufahren, in zu beleidigen und womöglich physisch nahe zu treten.
Nur so mal als Vorschlag! Denn so wie man in den Wald ruft, hallt es auch wieder raus!! :D

@sly
Wenn Du Dich im Wasser so aufführst, wie in diesem Forum, tust Du mir leid. Selbst wenn die "Ferienhausmieterin" dir in irgendeiner Form auf die Füße tritt... dann lass sie reden! Aber mit dem was Du hier abgelassen hast, tust der ganzen Diskussion nicht gut. Reagierst Du auch so gereizt, wenn ein anderer Surfer, ob Local oder nicht in die Welle dropt? Schon mal versucht argumentativ vorzugehen?
Sicher es gibt Surfer, die partout nicht mit sich reden lassen wollen und die den Platzhirsch miemen. Aber aus meiner bisherigen Beobachtung, sind diese Surfer, sofern sie "locals" sind, auch bei ihresgleichen nicht gut angesehen. Leider wird deren Verhalten aber toleriert.
Ich weiss aus deinen bisherigen Beiträgen, dass Du ziemlich um die Welt gekommen bist, du also jemand bist, der die Surfspots der Welt entdecken will und auch das Recht haben möchte dort zu surfen. Also komm nicht mit der "Ich-kann-die-Locals-verstehen-Masche". Sie klingt unglaubwürdig! Denn Du bist der "Gast" an den Spots der Welt und Du möchtest genauso das Recht haben einen Spot zu surfen! Nicht wahr!!
Ach ja, von wegen Umweltverschmutzung! Ich gebe der "Ferienhausmieterin" dahingehend recht, dass es uns allen Aufgabe wäre, mitzuhelfen die Strände der Wlet sauber zu halten. Und wenn jeder von uns nur mal eine der zahlreichen Plastikflaschen beim Weg nach Hause aufheben würde und in einen der bereitstehenden Mülleimer werfen würde, so könnten wir ein Signal setzen und auch vielleicht den Südländern incl. Franzosen - die erwiesenermaßen noch nicht das Umweltbewusstsein entwickelt haben, wie das uns in Deutschland in den letzten Jahren beigebracht worden ist - ein Beispiel geben und vielleicht hat das dann auch Signalwirkung. Genauso die Unart Kippen in den Sand zu stecken! Absolute Scheisse! Jeder der surft oder es anfangen will, sollte sein Kippen mit nach Hause nehmen und nicht den Strand als universalen Ascher benutzen.


@all
Jeder der hier im Forum seinen Beitrag geschrieben hat, hat irgendwann einmal angefangen mit Surfen. Jeder hat also mehr oder weniger die Hackordung im Line-up durchlaufen. Jeder weiss also, dass man von fremden Surfern keine Hilfe in seinem eigenen Bemühen besser zu werden erwarten kann. Dazu mal eine Frage! Wer glaubt hier eigentlich noch an das "Soul Surfen" oder den "Worldwide Brotherhood of Surfing".
Jeder Anfänger lernt doch schon sofort nach dem Kurs, sobald er das erste Mal alleine in Line-up paddelt, dass das alles gar nicht mehr existiert. Und wenn doch, dann doch nur innerhalb der Gruppe mit der er gerade draussen ist. Dies gilt übrigens für alle Surfer. Aber auch innerhalb einer Gruppe von Freunden, die Surfen geht ist im Line-up quasi Schluss mit Freundschaft. "Ricky Farmer" veröffentlichte dazu eine Studie im Jahr 1995 (glaube ich), die sich eben damit befasste. Das soziale Miteinander im Surfen belegte Platz 3 bzw. 4 von 6 Motivationskriterien. Dies ist nur eine Studie, die uns sagt, dass Surfen im Grunde genommen eine völlig unsoziale Sportart ist, selbst wenn man mit Freunden draussen ist, so herrscht eher mehr der Wettbewerb vor.
Wettbewerb heisst Kampf. Kampf um Wellen, Kampf um das unbeschreibliche Gefühl, das man durch das Surfen erleben kann. Der Kick ist es doch, dem wir alle hinterherjagen. Das Motiv Kick war's denn auch das den ersten Platz in Farmer's Studie belegte.
Aus dem ersten Kick erfolgt das Bedürfnis nach mehr. Es ist wie eine Sucht und Sucht führt zu Gier. Gier bedeutet, dass man dem anderen nichts schenkt und dass der andere als Konkurrent angesehen wird und nicht als "Bro" oder "Freund".
Dummerweise sind wir Menschen, und v.a. wir Männer, dazu veranlagt, dass Gier und Wettbewerb die rudmentärsten Instikte in uns weckt. Aber diese Erklärung wäre für "Localism" zu einfach.
in den aller meisten Fällen, so nehme ich an, handelt es sich nicht um "localism" im Line-up, der für die schlechte Stimmung sorgt, sondern um "Surf Rage". Das Ausleben von Alltagsfrustrationen, die hier mit ins Line-up genommen werden und dort aufgrund der Konfiguration des Surfens, nämlich 100% Egoismus, 100% Wettbewerb und 0% Kooperation, sind es doch die für die schlechte Stimmung im Wassser sorgen.
Je größer also der Wettbewerbsdruck, also die Zahl der Surfer im Line-up wird, desto weniger Wellen für den einzelnen, desto mehr Frust zum mitgebrachten Alltagsfrust, den man ja eigentlich durch's Surfen abbauen wollte.

Wenn es überhaupt soetwas wie "Localism" gibt, so meine Theorie, ist er auf eine "neue Suche nach Identität" zurückzuführen. Einer hier im Forum hatte Recht damit, dass heutzutage jeder Surfklamotten kauft und trägt, immer mehr Menschen auf der Suche nach Individualität und Abenteuer durch Versprechungen der Werbung zum Surfen kommen.
"Wir Surfer" können uns also gar nicht mehr als solche von der Masse absetzen. Wenn selbst H & M Boardshorts, Bermudas, Shirts etc im Beachstyle verkauft, wo bleibt dann noch das Gefühl sich von der Masse absetzen zu können und seine eigene "Sportidentität" auszuleben - etwas besonderes zu sein. "Jemand zu sein, der auf der Suche nach dem Glück in den Wellen der Welt ist!"
Jeder kann heute um die Welt düsen und die Spots der Welt Surfen! Jeder ist "on the search" - keine schlechte an sich - und dennoch führt sie zu einer Unübersichtlichkeit in der ganzen Szene. Keiner kann mehr sagen, ob jemand "Klamottensurfer" oder "richtiger Surfer" ist! Keiner kann mehr sagen, ob jemand "wirklicher local" oder "gefühlter Local" ist.
Die global player der Surfindustrie sind es, die die ganze Sache durch ihr Marketing noch verstärken. Wir kaufen deren Klamotten - ich selbst auch - weil sie uns irgendwie immer noch das Gefühl der Einzigartigkeit vermitteln und irgendwie auch wieder nicht. Globalisation macht's möglich!
Castells, seines Zeichens Soziologe, sagt, dass durch den Verlust der Identität im Zuge der immer stärker werdenden Globalisierung, die Menschen nach lokalen Identitäten streben. Um sich die verlorene Identität also wiederaufzubauen werden lokale Aspekte herangezogen. Bei uns Surfern der Homespot vor der Haustüre! Gepaart mit einem Territorialverhalten, wie es im Sport seines Gleichen sucht ergibt sich daraus der "aggressive negative Localism".

So genug jetzt! War jetzt auch viel an Theorien! Jetzt bin ich mal auf antworten gespannt!!

Carlitoz
Gast
 

he´s getting emotional right now

Beitragvon waver » 11.10.2004, 21:24

ok gast, ich würd mal vorschlagen du liest dir jetzt nochmal durch was sly geschrieben hat, dann liest du dir deinen komentar durch und dann überlegst du dir welchen part du nicht kapiert hast. deine gedanken darfst du dann hier wieder posten. ich freu mich schon. bussi
waver
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Beitragvon sly_randy » 13.10.2004, 11:07

hi ihr bunten wasserratten,
scheint euch ja nicht loszulassen das thema mit den locals. obwohl es doch gar nicht so schwer ist. zu beginn der fröhlichen surferkarriere kommt einem dieses thema natürlich ein wenig fremd und komisch vor, ist verständlich (wurde doch auf viva und in fit for fun immer ganz anders dargestellt, so ein sport mit waschbrettbauch, housemusik und ganz viel liebe). aber irgendwann ist localism in meinen augen ein ganz normales thema und teil dieses sports (so wie rauchen). so isses nun mal. aber es kommt einfach immer ein wenig lächerlich und unglaubwürdig rüber, wenn giancarlo aus dem schönen italien der 3 wochen urlaub in bali macht local-status am kutareef beansprucht und dich aus der welle pfeift. aber seht ihr: der macht das bei einem local vielleicht einmal und ein zweites mal wenn er richtig dumm ist. dann wird ihm die kauleiste poliert und er weiss wieder wo er steht und wie er sich aufzuführen hat im wasser. und die ordnung ist wieder hergestellt, er zeigt respekt und führt sich nicht auf wie scheisse.
jetzt wird carlitoz wahrscheinlich rot anlaufen, nachdem er weiter oben ja schon nicht ganz meiner meinung war. das gereizt-sein und das aufführen von forum und im wasser versuchtest du zu verbinden. aber siehst du, wenn ich mich im wasser so aufführen würde wie hier im forum (ich führ mich doch nicht auf! manche nehmen sich einfach nur zu ernst! so muss man das auch mal sehen), also wenn ich mich im wasser aufführen würde, dann würde ich ja locals nicht achten. wie du meinen beiträgen entnehmen achten kannst, bringen ich ihnen aber durchaus respekt entgegen. auch wenn du mir das nicht abnimmst, ich weiss schon. aber ich geb dir mal 2 gründe warum ich localism und locals akzeptier bzw. hinnehm:
1) es ist doch nur surfen! dann bekommt halt irgendwer in egal welchem scheisslineup mehr wellen, aber ich bin auf alle fälle nicht gestresst und krieg nicht das kotzen nur weil irgendwer mehr wellen hat als ich. wer bock auf hassle hat, der kann ja contestsurfen.
2)ganz kurz für carlitoz, auch wenn ich mir jetzt blöd vorkomm:also nen längeren zeitraum hab ich mal an nem ort verbracht, in dessen umkreis es einen haufen überfüllter guter wellen mit aggro-stimmung gab. direkt vorm haus war ne sandbank, die sich im laufe des jahres aufgebaut hat und dann für kurze zeit mal gut mal schlecht war. kein vergleich zu den wellen im umkreis. also hab ich monatelang für die sandbank direkt vorm haus gewartet. irgendwann wars dann soweit und ich surfte die welle jeden tag, egal wie gut oder schlecht. ich war immer an dieser welle und verzichtete auf die guten wellen in der nähe mit dem ganzen hassle. ich würde nie behaupten dort local gewesen zu sein, aber ich konnte mir zum ersten mal vorstellen, wie du dich als local fühlst. es gab einen kern von 5-10 leuten aus meiner strasse, von denen ständig einer im wasser war. es war kein problem wenn unzählige leute die welle surften. aber wenn dann auf einmal leute im wasser sind, die sich aufführen wie scheisse und den leuten, die diese welle ständig surfen, keinerlei respekt entgegenbringen, dann kannst du dir zum ersten mal vorstellen, wie sich locals dabei fühlen müssen.

klingt zwar ein wenig pathetisch und sentimental, aber auf so was steht ihr hippies doch, oder?
ansonsten carlitoz hast du im zweiten teil deines beitrags doch eigentlich den nagel auf den kopf getroffen und ich möchte dir zu diesem beitrag gratulieren. genau so ist es: wer immer noch an diese ganze soulsurf-kacke glaubt, der muss so verblendet sein, der glaubt wahrscheinlich auch, dass es in münchen wenig polizei gibt. nur bei einem punkt muss ich dir abschließend leider wiedersprechen: argumentation und locals, also ich weiss nicht, ob das nicht ins auge geht... (got the wortspiel?).

so, dass war jetzt aber ein ganzes stück arbeit. jetzt dürft ihr euch wieder die augen aushacken, ihr, die ihr doch immer diese toleranz predigt (merkt man eigentlich, dass ich ministrant bin?).
im übrigen: der beste beitrag stammt immer noch von df (siehe oben).

gruss noch an big-l, ralle w, tobi the machine und mad maddin aus darmstadt.
euer warmer bruder sly
sly_randy
 

liebe Forum locals

Beitragvon christian » 22.10.2004, 09:46

aber hallo liebe community der heißen diskussionen...

ich halte mich ja meisten aus solchen themen raus, aber nach sly´s beitrag kann ich mich vor wolllust nicht mehr zurückhalten.

locals hin, locals her, will ich garnichts zur diskussion beitragen, jeder muß seinen eigenen weg finden, und surfen als "egoistischer sport" spiegelt eine wesentliche weisheit des lebens wieder: menschen sind nicht gerne allein, sind aber ihr ganzes leben trotzdem für sich allein, den menschen sind individualisten, der eine mehr der andere weniger... und sterben wird jeder für sich.

ich möchte euch jetzt eine kleine geschichte erzählen und gleich mal was fragen:
"könnt ihr euch vorstellen in einem line up zu sitzen und sich riesig zu freuen wenn ein fremder surfer zu euch raus paddelt?" Bedenkt, des läuft eine supergeile welle, das wasser hat 28 Grad, eine riesenschildkröte taucht abenzu auf und sagt hallo und vom wasser aus sieht ihr eine palmenbewachsene küste. (Nein, ich bin nicht auf LSD).

der ein oder andere hier wird jetzt warhscheinlich sagen: "Ja, warum nicht"

Würdet ihr euch auch freuen, wenn ihr dieselbe szene mit 7 surfern 20 (!) Bodyboardern und 3 Schwimmern hättet. Wenn dann noch ein fremder zu euch raus paddelt? (die vielen Bodyboarder hatten sozialbedingt kein Geld für ein Surfbrett, ansonsten hätten wir 27 surfer!).

die antwort kann ich mir vorstellen.

So und jetzt die geschichte: es war einmal auf der abgelegenen Insel XXX im Südpazifik, ja das ist die insel die man auch XXX nennt, dort lebten einmal 4000 menschen und 7 surfer, sowie 20 bodybardene kids. (alle polynesischer Abstammung) Ab und zu kammen dort weiße europäer und anderes gesindel vorbei, die nachkommen derer die nur ein paar hundert jahre zuvor die insel ausgeraubt, die menschen versklavt, krankheiten eingeschleppt, und ca. 15.000 "Locals" abgeschlachtet haben. und heute ist die insel ein teil vom 1500 Meilen entfernten Chile (aaah, anhaltspunkt zum suchen...). An den seltenen perfekten surftagen, wenn die sonne brannte, der wind den ganzen tag offshore wehte, das wasser wieder ganz besondert warm war, versammelten sich alle wellenreitbegeisterten jugendlichen im kleinen hafen, dort wo die alte riesenschildkröte lebte und diese wunderschöne rechte sich über 150 meter pellte, um sich zu vergügen. als die weißen ausländer das sahen wollten sie es den einheimischen gleich tun und sprangen mit ihren surfboards ins wasser. von schlechten geschichten über localismus und den ein und anderen schlechten erfahrungen aus den surftrips nach frankreich, waren sie sehr verunsichert. sie dachten das sie nicht willkommen sein werden und fühlten sich nicht besondert wohl in ihrer sonnenverbrannten haut.
aber es kam natürlich alles anderst. die einheimischen freuten sich soooooo wahnsinnig endlich mal neue leute im line up zu haben und nicht tag für tag diese welle "alleine" zu surfen das sie sofort auf sie zu paddelten, versuchten zu kommunizieren und wie es so schön in dem film Blue Crush heißt: "die welle für dich blocken". Das wahr ihr willkommensgeschenk. so surften sie MITEINANDER den ganzen tag bis nach sonnenuntergang, gemeinsam surften sie auf der welle, begriffe wie "reindroppen" waren s chlicht unbekannt, den hier surft man gemeinsam mit bodyboarder, schildkröte und angeblich gesellten sich auch abenzu delphine dazu.
die weißen hätten gerne erzählt das es in andern surfregionen ganz anders ist, aber zum einen hatten sie keine gemeinsame linguistische sprache und zum anderen.... für was?

FIN


Mein Fazit:::: Einer der schöneren Tage in meinem Leben, nicht nur in meinem Surferleben (ja, es gibt beides). Das Meer wahr vor uns Menschen da und wird auch noch nach uns da sein. die wellen werden ans ufer laufen und brechen, wie immer, das dort neben wasserlebetieren auch Landsäugetiere sich rumtereiben ist doch total nebensächlich. Was die Landsäugetiere dort machen und wie.... ist deren Sachen. die welle wird laufen und am ufer brechen. Also macht lieber was gutes daraus.

PS: ich bin kein soulsurfer (oder vielleicht doch...). ich schreib nur gerne so einen kram, mein poesiealbum ist ganz abgewetzt. und ich nix schreiben gut deudschä sprache.

ich liebe euch alle
Viele Grüße
Christian
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Beitragvon Gast » 22.10.2004, 14:51

Fakt ist, bei allem im Leben (besonders bei diesem Thema) geht es um Respekt. Respekt anderen Menschen gegenüber, anderen Kulturen gegenüber und Respekt der Natur gegenüber.
Wenn jeder wüßte wie man Respekt zollt, dann gäbe es "Probleme" wie Localism, Umweltverschmutzung usw. wahrscheinlich gar nicht erst.
Dennoch existieren Menschen die sich bei sich gegebenen Gelegenheit, bekackt Aufführen. Da sie nie von dem Grundsatz hörten, sich so zu verhalten wie es Ihnen selbst auch widerfahren soll...
Ich stimme Sly voll und ganz zu. Wenn ich ihn richtig Verstanden habe, geht es bei der Vermeidung solcher Probleme um relaxtes Auftreten, Respekt und die Möglich- bzw. Fähigkeit Dinge und Situationen von allen erdenkbaren Seiten zu beleuchten. Quasi auch mal die Welt durch die Augen eines anderen zu sehen...


@ Sly: Habe dir zuliebe nochwas ausem Jamba Paket angehängt!
Gast
 

Beitragvon sly_randy » 23.10.2004, 21:17

ahh gast,
wundervoll, du hast mich verstanden. steh ich also mit meiner sicht der dinge nicht allein da. man weiss ja nie in diesen tagen...

dass viele eine andere meinung haben, das versteh ich seit heut nachmittag: statt bewerbungen an mckinsey und co. rauszuschicken hab ichs mir doch lieber gemütlich gemacht auf der couch. schön das augustinerle gezapft und die bravo supershow reingezogen (+mcdonalds chartshow usw.). ja und was hör und seh ich da im tv: eine von diesen deutschpop bands die ein liedchen über die "perfekte welle" zum besten geben. nach kurzem schwenk ins publikum um die pickligen quotenteenies beim mitsingen einzufangen, fiel es mir dann wie schuppen von den augen: wenn man durch schmalziges liedgut (ist liedgut noch politisch korrekt, oder schon geschichtlich vorbelastet?) wie dieses inspiriert wird, dann ist es kein wunder, wenn man ein wenig schockiert auf das phänomen localism reagiert.

nach diesem nachmittag wurde mir übrigens auch bewußt, dass man mit allen mitteln gegen diese deutschpopquote im radio vorgehen muss. sonst trällern am ende noch die söhne mannheims was über unseren schönen sport... und somit wäre die welt am arsch.

so, mal wieder vom thema abgekommen, aber so is er halt der sly. dank der bravo supershow seh ich jetzt die dinge klarer. danke.
sly
sly_randy
 

Wein doch nicht, lieber Sly

Beitragvon Prince of Hamburg » 24.10.2004, 19:20

Moin Sly,

es gibt da ein schönes Lied von den Beginner mit dem wunderbaren Titel
Gustav Gans. Hör ihn Dir mal.
Prince of Hamburg
 

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